To Blog or not to Blog..

geschrieben von phil | 25 Aug, 2007

Zur Zeit läuft bei mir viel, fast ein wenig zu viel. Schreibstoff zum Bloggen hätte ich wohl mehr als genug. Aber was soll und kann ich denn hier überhaupt verarbeiten? Klar, da sich mein Leben geschäftlich und privat sehr viel ums Velo dreht würde wohl fast alles passen.

Aber kann ich in meiner Rolle als Geschäftsführer einer Firma einfach drauflosschreiben? Nein, wohl eher nicht. Viel Erlebtes wäre zwar sehr spannend. Ich war diese Woche in Holland, letzte Woche in Polen und habe viel erlebt. Aber wenn ich nun darüber berichte, dann verrate ich Dinge die eigentlich niemanden etwas angehen. Ich arbeite oft an Projekten die superspannend sind und es brennt mir unter den Nägeln einfach draufloszuschreiben. Aber da dieser Blog öffentlich ist und auch erstaunlich breit gelesen wird, muss ich wohl aufpassen was ich wirklich teile und was ich für mich behalte. Zeige ich meine Karten zu offen, dann könnte sich das schnell mal rächen. Schon jetzt wird viel von simpel.ch kopiert und die Konkurrenz beobachtet uns. 

Was will ich damit sagen? Grundsätzlich geht es wohl darum, dass die Inhalte meines Blogs oft oberflächlicher sind als ich das gerne hätte. Ich brenne für ein Thema, kann aber aus den obigen Gründen nicht darüber schreiben. Dann schreib ich halt mal eine Weile gar nichts. Ich darf mich wohl klar als Gefühlsmenschen bezeichnen. Gefühle steuern mein Leben oft mehr als ich mir bewusst bin. Sie knallen mich runter und spicken mich wieder hoch. Sie stossen mich zurück und schiessen mich nach vorne. Mein Leben; ein Spielball der Gefühle? Nein, so krass wohl nicht. Wer eine Firma leitet und Löhne bezahlt kann sich das wohl kaum leisten. Unerschüttert steht ein Chef an der Front, egal was passiert. Gegen Aussen ist wohl eher Stärke und Souveränität als Gefühls-Chaos angesagt. 

Darum gibt es wohl Zeiten wo ich besser nicht zu viel schreibe. Nicht weil ich nichts zu berichten hätte, sondern aus dem exakten Gegenteil. Dann warte ich bis sich alles sammelt, kanalisiert und sich hübsch in einem Artikel bloggen lässt. Einem fertigen Resultat sieht man die dafür eingegangenen Strapazen und Umwege selten an. So solls doch sein, oder?

Warnschild in Irland


1 Kommentare & 0 Trackbacks von "To Blog or not to Blog.."

  1. hallo phil
    es geht mir ähnlich. ich weiss manchmal auch nicht genau, was ich veröffentlichen soll und was eben nicht. man sitz in einer zwickmühle ;-) aber... wir verfasser von irgendwelchen texten und inhalten bestimmen immer noch selber was wir mitteilen möchten -- und das ist gut so. zum glück gibt es in unserer "zivilisation" keine verordnete zensur.
    manchmal kann man ein brennendes thema einfach mit stichworten lancieren ohne viel zu verraten... und zum spielball der anderen zu werden...
    in diesem sinne happy blogging und vielen dank für diese super plattform !! gruess velox

    geschrieben von velox 27 Aug 2007, 11:30
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