NoTubes Pannenschutz - Plattfüsse effizient verhindern? Absolut!

geschrieben von phil | 21 Mai, 2007

Bei Rennfahrern und Insidern ist das NoTubes System schon lange bekannt. Serienmässig wird es kaum bei Bikes verbaut und ist wohl vorallem darum (noch) nicht so bekannt. Schade, dann die Vorteile sind enorm. Ich selber fahre es seit drei Jahren auf meinen Transalpes TiOne Bike. Ich war damit auch schon auf einer Tour in Brasilien mit Dornen ohne Ende. Aber ich fange mal von vorne an:

Die Ausgangssituation
Plattfüsse sind lästig und haben vorallem zwei Gründe. Spitze Gegenstände dringen durch die Karkasse des Reifens und beschädigen den Schlauch, oder bei einem Durchschlag ( Snake Bite ) wird der Schlauch zwischen der Felge und einer harten Kante beschädigt.

Mit immer breiter werdenden Reifen fahren viele auch mit immer tieferem Luftdruck. Die Traktion und Kontrolle über's Rad wird damit enorm verbessert. Ein Schwalbe Fat Albert Reifen ( vorne montiert ) mit 2.35 Zoll kann von einer Person mit 75kg mit optimal 1.8 Bar gefahren werden.

Der Lösungsansatz:
Der Schlauch muss weg! Die Karkasse des Reifens soll dicht sein und die Luft drin halten. Eine Flüssigkeit verschliesst Löcher sofort und verhindert Plattfüsse. 

Das Produkt: 
Das NoTubes System besteht aus drei Komponenten:

  1. Dichtendes Felgenband mit integriertem Ventil
  2. NoTubes Flüssigkeit
  3. NoTubes Felgen ( nicht unbeding notwendig )

Es können normale Reifen verwendet werden! NoTubes Felgen sind zwar auf dieses System optimiert, es funktionieren aber auch normale Standardfelgen.

Die Anwendung: 
Zuerst wird das Felgenband auf die Felge gelegt. Danach wird der Reifen einseitig aufgezogen und die Flüssigkeit in den Reifen gekippt. Der Reifen wird dann ganz aufgezogen. Damit die Montage einfacher fällt werden die Seitenwände mit Seifenwasser eingeschmiert. Mit Druckluft wird der Reifen nun aufgepumpt ( über das Ventil im Felgenband ) und die Seitenwände werden an die Felgenflanschen gedrückt. Um die undichten Stellen abzudichten, wird das Rad nun langsam gedreht und seitlich ständig geschüttelt. Die Flüssigkeit kann sich so verteilen und wird durch den Luftdruck an die undichten Stellen gedrängt wo sie sich verhärtet und die Löcher endgültig stopft. Fertig. 

Die Praxis:
Das NoTubes System kann mit extrem wenig Druck gefahren werden. Snake Bites gehören der Vergangenheit an. Auch Dornen können dem System nichts anhaben. Wirklich wahr? Das Video spricht eine klare Sprache: 

Nachteile: 
Die Flüssigkeit muss alle paar Monate nachgefüllt werden. Wer wenig unterwegs ist sollte wohl eher bei herkömmlichen Systemen bleiben.

Fazit:
VielfahreInnen die auch längere Touren fahren und nicht nur auf Teerstrassen rumkurven sind mit dem NoTubes System perfekt bedient. Wer's mal fährt wird nicht so schnell drauf verzichten.

Es gibt keinen offiziellen Importeur in der Schweiz. Diverse Online Shops bieten das NoTubes System aber an. Ab Juni 2007 kann NoTubes auch über einen neuen Online Shop auf transalpes.com bezogen werden. Dort wird es auch Serienmässig verbaut.  


4 Kommentare & 0 Trackbacks von "NoTubes Pannenschutz - Plattfüsse effizient verhindern? Absolut!"

  1. beeindruckend !
    nun bin ich auch überzeugt vom tubeless-system.
    da meine reifen sowieso nächstens ersetzt werden mpüssen, werde ich umstellen.
    ich nehme an, du meldest in deinem blog, wenn der kit bei transalpes.com bestellbar sein wird ?

    geschrieben von vazifar 21 Mai 2007, 15:58
  2. danke für den beitrag. überlege mir ob ich mir das set für die alpenüberquerung im sommer anschaffe. habe ein paar freunde die auch auf notubes schwören.

    geschrieben von marc 22 Mai 2007, 08:29
  3. Nochmal, damit ich das richtig verstanden habe: Ich kann weiterhin meine DT Swiss X455 Felgen (NICHT UST!) und meinen Stinkenormalen Schwalbe NobbyNic weiterbrauchen, brauche bloss das Felgenband und die Suppe die reinkommt?!

    Und was kostet der spass? Das Video hat mich überzeugt!

    geschrieben von AmmuNation 28 Mai 2007, 22:00
  4. ein neuer Beitrag zu NoTubes ist online. Auf meinen Namen klicken für den Link.. oder diese Adresse kopieren: http://phil.veloblog.ch/post/7/1501 geschrieben von phil 03 Feb 2010, 09:04
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