Ist die Zeit der grossen Messen vorbei oder..

geschrieben von phil | 21 Feb, 2006

Nach zwei Messe-Einsätzen mit simpel.ch an der FESPO in Zürich und der Ferienmesse (MUBA) in Basel frage ich mich, wie die Zukunft von Messen aussehen wird. Werden sich Konsumenten in Zukunft im Internet informieren und grosse Messen somit überflüssig machen? Oder sorgt die grössere Anonymität im Internet bei Konsumenten das Bedürfnis , die Produkte "live" und an einem interaktiven Stand sehen zu können?

Versierte Internet-User informieren sich wohl online fast besser über ein Thema als an einer Messe. Der persönliche Kontakt mit dem Berater am Stand dürfte massgebend sein.

Klar ist auf jeden Fall, dass man sich als Aussteller interaktiv präsentieren muss und einen Nutzen für den Besucher schaffen muss. Die "normalen" Infos sind ja im Internet abrufbar.

Ich sehe aber schon eine Gefahr, dass sich an Messen nur noch "gelangweilte" Konsumenten und "Kugelschreibersammler" rumtreiben, während sich die potentiellen Kunden online schlau machen.

Auf dem richtigen Weg scheinen mir die Bikedays, die mit einem tollen Umfeld die echten Velo Freaks anziehen. Leider ist eine solche Messe dann schon wieder fast ein Insider-Anlass wo man kein neues Publikum mehr findet.


1 Kommentare & 0 Trackbacks von "Ist die Zeit der grossen Messen vorbei oder.."

  1. Ich habe auch den Eindruck, dass die Zeit großer Messen abläuft - generell. Ich schreibe das aus der deutschen "Messestadt Hannover", einer Stadt, die seit langer Zeit etliche Großmessen beherbergt, davon einige größte Schauen ihrer Art in Europa bzw. weltweit. Obgleich Hannover diesbezüglich also ein Top-Standort ist, sinken die Besucherzahlen konjunkturübergreifend deutlich. Früher kamen zur Cebit, der weltgrößten Messe für Informationstechnologien, teils weit über 700.000 Besucher, heute weniger als die Hälfte. Auch die Besucherzahlen zur Industriemesse sind über die Jahre massiv gesunken. Es ist davon auszugehen, dass große Unternehmen ihre B2B-Lieferantensuche online abwickeln, bei komplexeren Projekten wird englischsprachig die Videokonferenz geschaltet, und man unterhält sich von Seoul nach London oder Moskau nach Ottawa. Der "Umweg" über Hannover und andere Messeorte fällt weg. geschrieben von Torsten Kurth 28 Apr 2012, 16:13
Artikel kommentieren
 authimage