The Copenhagen Wheel - Ein potentieller Durchbruch?

geschrieben von phil | 27 Dez, 2009

Wenn das MIT ( Massachusetts Institute of Technology ) hinter einer Entwicklug steht, dann heisst das in der Regel, dass neuste Technologien zu einem überraschend innovativen Endprodukt zusammengefunden haben.

Wenn nun in Kopenhaben im Rahmen des UN - Klimagipfels ein neues Rad vom MIT präsentiert wird, dann lohnt es sich genauer hinzusehen. Und weil alle so gerne YouTube Filmchen schauen hier gleich der Film  zum Thema: 

Zusammengefasst: 

Ein Hinterrad mit regenerativem Elektromotor und intergriertem Akku. Keine Kabel, keine externen Teile. Alles hübsch versorgt und nachrüstbar. Es kann aber auch noch wesentlich mehr: Die im Rad eingebauten Sensoren messen nämlich Tretleistung, Kalorienverbrauch und ähnliche Daten und erfassen zudem Umweltdaten. So werden die Luftanteile des Kohlenmonoxids und der Stickstoffoxide, Umgebungslärm, Temperatur sowie die relative Feuchtigkeit gemessen. Kommunikation via Bluetooth mit dem iPhone.

 

Hübsch? Naja. 

Innovativ? Ja, aber nicht wirlich in Bezug auf den Antrieb. Ein regenerativer Antrieb im Hinterrad ist sicher keine schlechte Sache. Ob die zusätzlich gewonnene Kraft wirklich relevant ist möchte ich aber bezweifeln. Bei Bionx wird das Thema mehr zu Marketing-Zwecken eingesetzt als dass es wirklich sehr viel bringen würde. 

Nachrüstbar? Ok, nicht schlecht. In einer Übergangsphase kann das von Vorteil sein. Das Verschwinden der Kabel ist sicher ein grosser Vorteil. In den nächsten fünf Jahren wird sich aber wohl so viel verändern, dass dieses Thema nicht mehr relevant ist. Ein Elektro-Antrieb wird meiner Meinung nach eine Option sein wie eine Federgabel. Elektrovelos wie sie jetzt auf dem Markt sind vermischen sich mit normalen Velos, der Antrieb ist eine Frage der Komponentenwahl und nicht mehr der Velomarke. 

Wo ist nun aber die Innovation? Das Hinterrad hat nicht nur einen Motor, sondern auch eine Kommunikationseinheit. Via Bluetooth kann zum Beispiel das iPhone so mit dem Fahrrad kommunizieren. Sind Smartphone und Velo einmal ein "Päärchen" dann kann das Velo so geschlossen, verfolgt und gesteuert werden. Ein Ausbau auf ein Leihvelo System ist gut denkbar, Abokosten und eine Integration in den "Leihvelo Grid" der aktuellen Stadt sind problemlos möglich. 

Bei "smarten" Velos liegt meiner Meinung nach enormes Potential. Wenn in zwei Jahren Shimano mit einem Elektroantrieb kommt wird sich dieser Markt nochmals stark verändern und wohl relativ bald konsolidieren. Ein "smartes" Velo wird aber auch Shimano nicht innert zwei Jahren auf den Markt bringen. Hier zeigt das MIT auf was möglich ist. Wenn diese Innovation über die Politik forciert wird und von Städten gefördert wird, dann könnten wir sehr bald mit dieser Technologie durch die Städte cruisen. Die Trennung zwischen dem privaten Stahlesel und dem smarten Leihvelo würde dann Wirklichkeit.

Die Gewinner eines Wettbewerbs für ein neues Leihvelosystem in Kopenhagen schlagen denn auch bereits eine starke Integration von Smartphones vor. Auch das Leihvelo System in Lausanne hat eine iPhone App mit welcher die Verfügbarkeit der Leihvelos live abgefragt werden kann. Ich bin gespannt was hier alles noch kommt!


2 Kommentare & 0 Trackbacks von "The Copenhagen Wheel - Ein potentieller Durchbruch?"

  1. interessante entdeckung, ich hoff einfach dass ich diese technologie auch mit einem android phone nutzen kann und nicht auf ein iPhone umsteigen muss.. geschrieben von marc 29 Dez 2009, 08:36
  2. interessante entdeckung, ich hoff einfach dass ich diese technologie auch mit einem android phone nutzen kann und nicht auf ein iPhone umsteigen muss.. geschrieben von manolo blahnik shoes 05 Feb 2010, 04:11
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