Auch Robbie Williams fährt Velo

geschrieben von phil | 30 Jan, 2009

Gemäss einem Artikel der lokalen englischen Zeitung "Swindon Advertiser" hat Robbie Williams nach seiner Rückkehr nach England als erstes einen Bike Shop besucht. Trotz starker Vermummung wurde er sofort erkannt. Wenn jetzt sogar die internationalen Stars den Zeitgeist erkennen und auf's Velo umsteigen kann das nur gutes bedeuten. Marc Forster fährt ja scheinbar auch ein MTB- Cycletech Bike.. immerhin.

Robbie Williams

Velobilität bei der SP Basel-Stadt

geschrieben von phil | 23 Sep, 2008

Vor zwei Jahren gab es bei Google noch keine Suchresultate für den Begriff "Velobilität". Der Begriff ist mir auf einer Rennvelo-Tour durch den Kopf gegeistert und hat mich nicht mehr losgelassen. Irgendwie hat der Begriff für mich zu simpel.ch gepasst und ich habe einen Wettbewerb lanciert um zu sehen was verschiedenen Leute darunter verstehen. Die Resultate sind hier zu finden.

Google bietet die Möglichkeit Suchaufträge zu speichern und über neue Resultate informiert zu werden. Eine coole Möglichkeit über verschiedene Themen informiert zu bleiben, so habe ich zum Beispiel unsere Markennamen, meinen Namen und ein paar andere Begriffe "abonniert". Wird etwas zu diesem Thema geschrieben dann erfahre ich es per Mail. 

Als ich einen Link zur SP Basel-Stadt erhalten habe musste ich ein wenig schmunzeln. Hier wird der Begriff "Velobilität" in einem Aufruf zu einem Velocorso verwendet: 

 "Velofahren macht Spass, ist flexibel, gesund und umweltfreundlich. Um die Umwelt zu schützen und die Gesundheit zu fördern, brauchen wir mehr Bewegung und mehr Velobilität"

Ich fänds lustig wenn sich der Begriff einbürgert. Dass die SP den Begriff übernimmt ist ja schon mal ein erster Schritt! 

Velohelm tragen oder beten...

geschrieben von phil | 18 Sep, 2008

Mal ganz der Reihe nach.. am 12.09.2008 bin ich zum zweiten Mal Papi geworden! Ein Töchterchen mit dem Namen Smilla. Kerngesund, Vielschläferin und mächtig Temperament wenn sie wach ist. 

Natürlich hat sich in letzter Zeit mein Alltag nicht ganz so stark um's Thema Velo gedreht. Eher um's Stillen und Windeln wechseln und Alternativprogramm mit unserem zweijährigen Sohn der nun plötzlich nicht mehr alle Aufmerksamkeit hat. 

Im Gang des Spitals ist mir aber dieses Plakat aufgefallen. 

Wer immer das "beides" hingekritzelt hat, weiss um was es geht. Ein Velohelm schützt nicht vor jedem Unheil, da ist beten vermutlich und hoffentlich wirksamer. Oder? Wer weiss, vielleicht lässt sich die Suva dazu mal was einfallen, das wäre eigentlich sehr innovative Unfallverhütung!

Alles Thömus oder was? Artikel in der Berner Zeitung.

geschrieben von phil | 9 Mai, 2008

Heute ist in der Berner Zeitung im Bund "Geniessen" ein Artikel über "Fünf Tüftler und ihre Prototypen" und ein Artikel über "Zwei Velo-Hersteller und ihre Verkaufsmodelle" zu finden. (Der Artikel als PDF)

Der Anfang des Artikes über die Velo Hersteller ist ein Text zu simpel.ch, der auf einem kurzen Gespräch mit dem Schreibenden Mathias Born basiert:

"Als Philip Douglas mit dem Veloshop online ging, besetzte er bloss eine kleine Marktnische. Seit acht Jahren verkauft er mit seiner Firma Simpel nun bereits Velos übers Internet - direkt aus der Werkstatt in einem Zürcher Dorf heraus, ohne den «Umweg» über einen Händler. Jahr für Jahr ist seine Nische etwas breiter geworden: Pro Jahr liefert Simpel schon 3000 Velos aus. Derzeit beschäftigt Douglas 13 Mitarbeiter - und ist damit zum grössten Arbeitgeber im Dorf geworden.

Das Geschäftsmodell habe viele Vorteile, sagt Philip Douglas: «Wir haben einen direkten Kontakt zu den Kunden. Von ihnen erhalten wir Anregungen, die wir in neue Produkte einfliessen lassen.» Zudem könne Simpel wegen des einfachen Vertriebsmodells rasch auf Neuigkeiten reagieren. Und: «Unsere Velos sind 20 Prozent günstiger als vergleichbare Konkurrenzprodukte.» Ein Discount-Hersteller sei Simpel aber nicht: «Der Direktverkauf verpflichtet uns zu einer hohen Qualität», sagt Douglas. Um Retouren zu vermeiden, lege die Firma Wert auf gute und wartungsarme Komponenten. Deshalb werden etwa Nabenschaltungen und Scheibenbremsen verbaut, Kabel in den Rahmen eingezogen sowie robuste Lichtanlagen montiert.

«Am Anfang wurden wir gar nicht wahrgenommen», erzählt Philip Douglas. «Später wurden wir belächelt. Heute werden wir sehr ernst genommen und teils überschätzt.» Er mache sich aber nichts vor: «Simpel ist nach wie vor in einer Marktnische tätig.»" (Quelle BZ)

Etwas frustriert hat mich dann der erste Absatz mit dem Bericht über Thömus: 

Thomas Binggeli, Gründer von Thömus, steht dem Veloverkauf per Internet kritisch gegenüber. «Die Menschen haben unterschiedliche Voraussetzungen und Proportionen», argumentiert er. Vor dem Kauf brauche es eine ausführliche Beratung und genaue Messungen. «Es ist unmöglich, übers Netz ein auf den Kunden massgeschneidertes Velo zu verkaufen.» (Quelle BZ)

Meiner Meinung nach eine klare Verallgemeinerung. Wenn Thömu hier von Rennvelos reden würde kann ich ihm gerne zustimmen. Bei einem Citybike oder komfortablen Tourenvelo zeigt meine Erfahrung etwas ganz anderes. Hier spielen die Masse des Rahmen eine untergeordnete Rolle, nicht wie bei einem Sportgerät. Für mich tönt das etwas komisch, ich weiss dass mein Konzept bei Thömus gut bekannt und auch respektiert ist. Eine gewisse Differenzierung hätte ich da schon erwartet. Ob auf dem Bauernhof beim Rampenverkauf dann alle Kunden vermessen werden ist die andere Frage. Seinen eigenen Online Shop, wo sämtliche Bikes zum Verkauf stehen, disqualifiziert er damit auch gleich selber. 

Auf der anderen Seite ist es schön zu wissen, dass der Verfasser des Artikels gemäss seinem eigenen Blog dann bei uns an der BEA ein Velo probegefahren hat und unterdessen auch bestellt. In der engeren Auswahl stand auch ein Thömus Bike.

Fazit: Ich finde den Artikel in der BZ toll und freue mich über die Aufmerksamkeit die es uns sicher bringen wird. Die Aussage von Thömu nehme ich sicher nicht auf uns gemünzt, ich glaube es ist einfach etwas unglücklich, dass die Aussage gerade so platziert ist. Ich finde der Thömu macht eine gute Sache und ist ein genialer PR-Mann. Hub ab und schöne Pfingsten allerseits!  

Velo Kuriositäten

geschrieben von phil | 8 Mai, 2008

Am Dienstag war ich in Lausanne bei Lausanne Roule. Wir bauen ja die Mietvelo Flotte für diverse Städte in der Romandie. Bei diesem Besuch hat mir Blaize, der verantwortliche Mechaniker dort, sein Projekt "La petite Reine" vorgestellt. Jedes Velo das von La petite Reine gebaut wird ist ein Unikat und aus alten Stahlrahmen nach Wunsch des neuen Eigentümers aufgebaut. Es ist jeweils ein Designer für drei Velos verantwortlich, danach macht jemand anders wieder Beschriftung etc.

 

Danach bin ich noch bei Roger Dällenbach vorbei der für mich eine CNC Arbeit erledigt. Dabei hat er mir eine hübsche Bremsscheibe gezeigt:

Die CNC-Arbeit an der wir dran sind ist für die Gates Zahnriemen Geschichte. Ziel ist ein modulares System für Ausfallenden welches im Rahmen verschraubt wird. So sieht zur Zeit die Aufnahme dafür aus:

Und schon muss ich wieder weg.. aber die Bilder musste ich mal schnell Bloggen, find ich recht hübsch.  

Petition für ein Alltagsradwegnetz im Knonaueramt

geschrieben von phil | 3 Mär, 2008

Bei der Lektüre des Affolter Anzeigers vom Freitag 29.02.2008 bin ich über einen erfreulichen Artikel gestolpert:

"Das Knonaueramt schaltet aufs Velo um" ist der Titel und es geht um eine Petititon für ein sicheres und durchgehendes Alltagsradwegnetz im Säuliamt. 

Besonders dieser Abschnitt ist sehr schön geschrieben: "Velofahren ist gesund und schafft Abhilfe gegen Bewegungsmangel, den häufigsten Grund moderner Zivilisationskrankheiten. Wer mit dem Velo zur Arbeit, zum Einkaufen und zum Ausüben seiner Hobbys fahren kann, deckt bereits den Mindestbedarf an Bewegung ab. Neben der gesundheitsfördernden sind die positiven Wirkungen auf das Wohlbefinden, die Leistungsfähigkeit und die Lebensqualität von Bedeutung. 

Umfragen haben ergeben, dass Menschen, die sich regelmässig im Freien bewegen, nicht nur ausgeglichener sind, sondern häufig auch zufrieden und glücklich mit ihrem Leben."
(Quelle: Affolter Anzeiger) 

In diesem Sinne möchte ich allen Lesern aus dem Kanton Zürich ans Herz legen die Petition zu unterzeichnen! Mehr Informationen sind auf der Homepage velo-amt.ch zu finden, die Petition kann direkt hier heruntergeladen werden.  Die Petition wird unterstützt von CVP, EVP, Grünliberale (GLP) Amt, Grüne, SP-Amt, Forum Rifferswil, Lebensraum Knonauer Amt, Pro Amt, Pro Üetliberg,
Pro Velo Kanton Zürich, Umwelt Forum Wettswil.

Dass auf dem Petitionsbogen simpel.ch Velos abgebildet sind ist übrigens reiner Zufall, habe ich erst grad jetzt beim Erfassen dieses Artikels gesehen. Freut mich aber natürlich.

Wie wird das Stadtvelo im Jahr 2020 aussehen?

geschrieben von phil | 12 Feb, 2008

Die aktuelle Ausgabe vom Velojournal hat einen spannenden Artikel über die Zukunft des Stadtvelos im Jahr 2020 veröffentlicht. Dazu wurden auch fünf Vertreter aus der Velobranche gebeten ihre Visionen aufzuschreiben. Natürlich hat es mich sehr gefreut, dass auch ich meinen "Senf" dazugeben durfte!

Velo Visionen
Quelle: velojournal, Illustration von Babette Maeder

Hier die im Velojournal erschienene, gekürzte Variante meiner Vision:  

«Komplexe Technik, simple Handhabung»
Kompakte, leichte Velos sind fester Bestandteil der urbanen Mobilitätskette. Diese modernen Stadtvelos sind meist faltbar und finden in der Garderobe oder hinter der Tür im Büro Platz.

Es werden kompakte 20“-Laufräder eingesetzt, welche einseitig aufgehängt sind und dadurch sehr einfach umgerüstet werden können. Der Rahmen ist dank neuen Materialien steif, aber trotzdem vibrationsdämpfend. Die Oberfläche besteht teilweise aus Solarzellen, welche Energie für die elektrischen Funktionen bereitstellen.

Die Rahmen lassen sich mit wenigen Handgriffen auf die Ansprüche verschiedener Nutzer einstellen. Im Tretlager sitzt eine stufenlos regulierbare Schaltung. Wartungsfreie Nabenbremsen werden elektronisch angesteuert. Die LED-Lichtanlage ist komplett im Rahmen integriert. Der Gepäckträger kann nach hinten gekippt und zum Veloanhänger umfunktioniert werden. Dank einem neuen Schlauchsystem muss nicht mehr nachgepumpt werden und Plattfüsse sind  Teil der Vergangenheit! Ein elektronisches Schliesssystem verriegelt Räder und Antrieb als Diebstahlschutz.

Vielleicht wird eines Tages auch die beim Treten erzeugte Energie in einem Akku gespeichert und über ein Stromkabel an den Elektromotor am Hinterrad übertragen. Dieses System würde komplett neue Rahmenformen ermöglichen. 

Mein BOB Yak Veloanhänger geht auf Weltreise!

geschrieben von phil | 4 Feb, 2008

Wie in meinem letzten Beitrag schon erwähnt, habe ich dem Äthiopier Girmay ( auf Velo Europa Tournee ) meinen gebrauchten BOB Yak Veloanhänger versprochen, falls er ihn in Maschwanden abholt. Ich hatte das schon fast vergessen als Girmay dann am Samstag tatsächlich in Maschwanden auftaucht!

Gerne montiere ich ihm den Anhänger und wir laden sein Gepäck um. Ich weiss nicht wie lange sein Gepäckträger die Last noch ausgehalten hätte! Auch sein Hinterrad wird durch den Anhänger etwas entlastet. Schliesslich will Girmay noch nach Kanada, Japan und und und...

Nachdem wir wieder endlose Gespräche über seine Pläne, Velos im Allgemeinen und über Gott und die Welt geführt haben lade ich ihn ein bei uns zu übernachten. Am Abend zeigt er uns Filme aus Äthiopien, erzählt über seine Kultur und der Abend vergeht im Flug. Mit einem feinen Fondue bringen wir ihm etwas Schweizer Kulur näher..  :-). 

Am Morgen packt Girmay nach einem gemeinsamen Frühstück seine Sachen und fährt wieder nach Zürich wo er heute einen weiteren Journalisten treffen will. So geht wenigstens mein Anhänger wieder mal auf Reisen, auch wenn es mir selber in nächster Zeit wohl nicht möglich sein wird.. 

Girmay aus Äthiopien besucht uns auf seiner Velo Tour durch Europa Girmay aus Äthiopien besucht uns auf seiner Velo Tour durch Europa Girmay aus Äthiopien besucht uns auf seiner Velo Tour durch Europa

Girmay aus Äthiopien besucht uns auf seiner Velo Tour durch Europa Girmay aus Äthiopien besucht uns auf seiner Velo Tour durch Europa

Mit dem Velo auf Europa- Tour für Äthiopien

geschrieben von phil | 2 Feb, 2008

Gestern war ich mal wieder in Zürich. Dass man vorallem im Hauptbahnhof interessante Leute sieht ist eine Tatsache. Aber als ich Girmay in der Menschenmenge entdeckte habe ich zwei mal hinschauen müssen! Was schiebt der Typ da neben sich hin? Was für ein Velo soll das denn sein? Ich bin mich gewohnt mit meinen Velos etwas aufzufallen ( dieses Mal hatte ich ein Bike Friday Tikit Faltrad dabei ), aber bei Girmay und seinem Velo drehen sich alle Köpfe.

Ich kann nicht anders und hole Girmay ein und spreche ihn an. Was treibt ihn nach Zürich? Was macht er mit diesem Velo?

Girmay mit dem Velo durch Europa

Mit perfektem English erklärt er mir, dass er auf einer Europa Tournee zur "Förderung des Bekanntheitsgrades von Äthiopien und der Velo Förderung in diesem Land" unterwegs ist. Eigentlich habe er mit einem Journalisten vom Blick hier abgemacht um seine Geschichte zu erzählen. Stolz kramt er einen Zeitungsausschnitt vom Baslerstab hervor. 

"3370 Kilometer hat Girmay Mesfin (29) bereits zurückgelegt. Jetzt erzählt er in Basel von seinem Land. Äthiopien – ein Land des Hungers und der Bürgerkriege.Solche Vorurteile haben das Feuer in Girmay Mesfin entfacht. Der Äthiopier hat beschlossen, dem Rest der Welt sein Land zu zeigen, «das wahre Äthiopien». Das war vor vier Jahren. Jetzt radelt er durch Europa. Vor sechs Monaten startete Mesfin in Paris und landete nach Brüssel, Amsterdam, Mannheim, Berlin und Mulhouse nun in Basel. Girmay Mesfins Reise findet zu einem besonderen Zeitpunkt statt: Am 12. September war – laut einem der vielen verschiedenen Kalender – das afrikanische Millennium. Kaffee und «Lucy» Sein Publikumfindet sich von allein: Girmay Mesfin fällt auf, sein buntes Velo spricht für sich. An den Rädern prangen einige Gesichter der rund 80 verschiedenen äthiopischen Ethnien, am Rahmen hat Mesfin Bilder der acht Weltkulturgüter Äthiopiens angebracht.Die Leute halten ihn an und wollen wissen, was es damit auf sich hat. Die Antwort ist ausführlich: «Es gibt so viel zu erzählen », sagt GirmayMesfin. Etwa, dass Äthiopien das Ursprungsland des Kaffees ist, als eines der nichtkolonialisierten Länder seine Traditionen bis heute bewahrt hat oder viele einzigartigeTiere hat.

Nicht zuletzt sei Äthiopien die Wiege des Lebens: Forscher entdeckten dort 1974 «Lucy», das wohl älteste Menschenskelett.Der Äthiopier ist voller Tatendrang. Sein nächstes Projekt soll ein Buch sein. Der Titel: «Meine weissen Freunde». Denn überall sei er mit offenen Armen empfangen worden. Auch in Basel fand er sofort Unterschlupf bei einer Familie. Zuerst geht aber seine Veloreise weiter: nach Italien, Spanien, Kanada, die USA und Japan."

Da Girmay noch einen Veloanhänger braucht biete ich Ihm an in Maschwanden vorbeizukommen. Er kann meinen gebrauchten BOB Yak Anhänger haben. Bis jetzt ist Girmay noch nicht hier vorbeigekommen, aber wenn er hier auftaucht folgt Teil 2 dieses Eintrags! Auf incredible-ethiopia.com sind weitere Infos zu Girmay und seinem Projekt zu finden. 

Warschau - Kampf gegen die Zeit

geschrieben von phil | 25 Jan, 2008

Die letzten drei Tage habe ich in Polen verbracht; zwei Tage in einer Provinzstadt und gestern Abend und heute Morgen in Warschau. Gestern Abend bin ich noch vom Hotel aus zum Nachtessen gegangen und habe wieder einen zusammengebastelten Singlespeed Flitzer entdeckt. Eine Ganzaufnahme des Velos ist mir mit dem Blitz meiner Handykamera nicht gelungen, dafür ist diese Aufnahme noch witzig geworden, wer genau hinschaut sieht links die ca. 80mm lange Achse rausstehen. : 

Singlespeed Recycling

Auch dieses Mal war dies eines der einzigen Velos die ich auf den Strassen von Warschau gesehen habe. 

Heute morgen habe ich mich um 08.30 Uhr beim Hauptbahnhof in den 175er Bus zum Flughafen gesetzt. Aus meiner Erfahrung von früheren Besuchen habe ich mit einer Fahrzeit von 25 Minuten gerechnet. Mein Flug war um 9.45 Uhr, mit dem Web-Checkin sollte das so gut reichen. 

Mühsam schlängelte sich der Bus durch den Morgenverkehr, Meter um Meter. Die ersten 10 Minuten hätte ich in der Hälfte der Zeit zu Fuss geschaft, oder noch schneller mit einem Velo.. Nervös blickte ich immer wieder auf meine Uhr. Hätte ich ein Taxi nehmen sollen? Nein, denn die standen auch nur. Eine Tramlinie oder Metro gibt es auch nicht, wer gewinnt das Rennen? 

Nach etwa der Hälfte der Strecke beginnt der Verkehr zu fliessen. Normalerweise wäre ich bereits lange am Flughafen. Ab hier haben wir dann noch eine Viertelstunde und ich erwische meine Flieger in "Final Call Manier". 

Am schnellsten wäre ich gewesen, wenn ich für die erste Strecke ein Faltvelo genommen hätte. Vermutlich hätte ich locker einen oder sogar zwei Busse eingeholt, welche im 10 Minuten Takt auf dieser Strecke fahren. Bei fliessendem Verkehr wäre dann wohl ein "fliegender / faltender Wechsel" in den Bus angesagt gewesen. Ich hätte damit bis zu 20 Minuten gespart, Bewegung gehabt und das gute Gefühl das System bezwungen zu haben. 

Ja gut, ich hätte auch früher aufstehen können.. aber das wäre unspektakulär und normal. Nächstes Mal packe ich ein Faltvelo ein. Warstau!

Stau in Warschau

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