Sind Velofahrer bessere Menschen?

geschrieben von phil | 29 Apr, 2011

Kürzlich bin ich in einem Zeitungsartikel über eine Aussage gestolpert welche mich zum Nachdenken gebracht hat. Kurz zusammengefasst meinte der Schreiber, dass in verkehrspolitischen Diskussionen immer davon ausgegangen wird, dass Velofahrer bessere Menschen sind. Und, dass Velofahrer selber auch klar dieser Überzeugung sind.

Zuerst fühlte ich mich ertappt. Ja klar! Als Velofahrer bin ich ein Vorbild für all die farblosen Typen in Ihren Blechkarossen! Ich setze mich der Umwelt direkt aus und verzichte auf eine Blechhülle. Ich brauche Muskelkraft statt schmutziger fossiler Energie! Ich setze mich nicht wie die anderen Herdentiere in's Tram. Ich bin ein Velofahrer und irgendwie dadurch doch sicher ein kleines, bescheidenes bisschen besser als die anderen! Ich bin ein schützenswerter, vorbildlicher Verkehrsteilnehmer.

Mir gebührt freie Fahrt! Irgendwie bin ich jetzt noch Stolz auf meine Busse als Velokurier wo mich der Polizist erst nach einer Einbahn und drei Rotlichtern gestoppt hat. 60 Franken musste ich damals für diese Papier-Trophäe bezahlen. Ein Held auf zwei Rädern.

Yeahh right. Wie viele Autofahrer habe ich wohl schon erschreckt, genervt und provoziert in meinem Velofahrer-Dasein? Hmm, ich gestehe, dass das wohl einige sein müssen. Für viele Verkehrsteilnehmer (und damit meine ich auch Fussgänger) war ich wohl nicht wirklich ein besserer Mensch auf meinem Velo sondern ein Ärgernis auf zwei Rädern. Dabei rede ich nicht einmal von meinen wilden Zeiten als Downhiller wo ich die Wanderer immer freundlich gegrüsst habe, wenn ich noch rechtzeitig bremsen konnte. Asche über mein Haupt.

Erstes Fazit: Velofahrer sind grundsätzlich keine besseren Menschen, auch wenn sie sich gerne so fühlen.

Aber genug der Selbstreflexion. Ich fühle mich nicht als Mass der Dinge. Ich bewundere Menschen, die ganz selbstverständlich täglich (und unspektaktulär) mit ihrem Velo zur Arbeit fahren. Sich dabei hübsch an die Regeln halten und sich nicht beweisen müssen. Leute die kein stylisches Fixie benötigen um sich besser zu fühlen. Ein simples Bünzlivelo reicht ihnen. Sie haben selber genug von der Fahrt, müssen nicht missionieren damit.

Das ist ein bisschen wie mit der Religion. Wer seinen Glauben einfach lebt, ohne sich dabei als besseren Menschen darstellen zu müssen ist vermutlich näher an der Wahrheit als Menschen, die alles gegen aussen tragen müssen. Solche Leute schaden der Sache mehr als ihr zu dienen.

Zweites Fazit: Manche Velofahrer sind bessere Menschen.

Meine Erfahrung bei simpel.ch zeigt mir, dass Velofahrer coole Kunden sind. Ich möchte meinen Kundenkreis kein bisschen anders als er ist. Wir liefern Velos in der ganzen Schweiz gegen Rechnung aus. Manchmal sind das Velos für ein paar tausend Franken die wir im Vertrauen ausliefern, dass die Rechnung dann auch bezahlt wird. Und tatsächlich, es gibt praktisch keine Betreibungen. Mit Fernsehern würde ich dieses Geschäftsmodell nicht riskieren. Irgendwie verbindet das Thema Velo, man hat ein anderes Vertrauen. Velofahrer sind mehr an der frischen Luft, das hilft. Viele Velofahrer wählen Ihre Art der Mobilität bewusster als die grosse Masse und überlegen sich vermutlich auch in anderen Lebensbereichen etwas mehr. Das macht sie nicht zu besseren Menschen, aber immerhin irgendwie sympathischer.

Drittes Fazit: Velofahrer zeichnen sich oftmals durch eine bewusstere Lebensweise aus.

Ich bin der festen Überzeugung, dass auch in der Verkehrspolitik jeder Mensch gleich viel Wert sein soll. Egal für welche Form der Mobilität er sich entscheidet. Das heisst auf der einen Seite, dass sich Velofahrer auch an die Verkehrsregeln halten müssen. Auf der anderen Seite heisst das aber auch, dass ein Velofahrer als Verkehrsteilnehmer gleich viel Wert ist wie ein Autofahrer. Er hat ein Recht auf seinen Platz auf der Strasse. Dieser Platz soll sicher und fair sein. In Dänemark gibt es die grüne Welle für Velofahrer und nicht für Autos. Das ist für die Verkehrsplaner eine Frage des Respekts.

Viertes Fazit: Velofahrer verdienen mehr Respekt, nicht weil sie bessere Menschen sind, aber gleichwertige Verkehrsteilnehmer.

Sodeli, jetzt bin ich froh hab ich endlich wieder mal Zeit und Musse gefunden in die Tasten zu hauen. Es gäbe ja so viel zu berichten..

Das Velo als Statussymbol der postindustriellen Gesellschaft?

geschrieben von phil | 8 Sep, 2010

Ein spannender Textausschnitt aus dem Tagi, in Bezug auf eine Studie von Richard Florida:

"In der postindustriellen Gesellschaft drängt es die Menschen wieder zurück in die Städte. Sie üben eine starke Anziehungskraft auf junge, mobile und gut ausgebildete Leute aus. Es entstehen so Megaregionen, die mit Hochgeschwindigkeitszügen verbunden werden. In diesen Städten wird das Velo zum Statussymbol dieser neuen Schicht. Auto und Eigenheim verlieren an Anziehungskraft. Stattdessen müssen wir anfangen, «sowohl die städtischen Räume als auch die umliegenden Vorortringe klüger zu nutzen, komfortablen erschwinglichen Wohnraum für mehr Mensch zu schaffen und dabei für höhere Lebensqualität zu sorgen», fordert Florida." ( Tagi, 08.09.2010 )

Spannend, wenn solche Thesen auch breit diskutiert werden. Ich bin überzeugt, dass sich die Mobilität unserer Gesellschaft in den nächsten 10 Jahren bedeutend verändern wird. Natürlich sollte dabei das Velo nicht nur ein Statussymbol sein, sondern ein wichtiges Mobilitäts-Tool. Mehr Velobilität! Das ist momentan mein Hauptthema in meinem beruflichen Umfeld. Ich freu mich schon jetzt darauf darüber mehr bloggen zu können. 

Ab auf's Velo! So geht's echt nicht weiter.

geschrieben von phil | 31 Mai, 2010

Ich bin nicht gerne Moralprediger; es gibt genug andere Gründe zum Velofahren. Das Velo habe ich seit meiner Jugend (wow, jetzt tön ich alt!) vorallem als technisch faszinierendes Fortbewegungsmittel und Sportgerät gesehen. Velotouren brachten mir viel erlebte Freiheit. Pässefahrten und Downhill-Rennen einen unvergleichlichen Adrenalinschub. Dem Rennvelo verdankte ich eine gewisse Fitness und meine Wädli auf welche ich früher doch recht stolz war. Meine selbst lackierten Velos haben den Mädchen immer besser gefallen als frisierte Töffli. Dann später habe ich meinen Lebensunterhalt in der Velobranche verdient. Zuerst war's wohl einfach cool, dann wurde mit simpel.ch das Thema Velo im Alltag immer wichtiger. Eine Zeit lang habe ich komplett ohne Auto gelebt; in einem Dorf ohne ÖV am Wochenende. Je länger ich mit Velos arbeite, desto wichtiger wird es mir einen aktiven Beitrag zu einer nachhaltigeren Mobilität zu leisten. Darum faszinieren mich auch die entstehenden Leihvelo Systeme enorm. Es gibt unzählige vielversprechende Entwicklungen die sehr viel verändern könnten. Und höchste Zeit dafür wäre es schon lange. 

Wenn ich die News zu der unglaublichen Ölpest im Golf von Mexiko sehe spühre ich eine ziemliche Ohnmacht. Plötzlich steht BP für "Bad People". Hat man früher nicht auch eine Zeit lang Shell boykottiert? Steht hinter dem Golfkrieg nicht auch das böse Öl? Wer sind denn die die echten bad people?

Ich fühle mich schlecht wenn ich den Tank unseres Geschäftsautos auffülle. Aber das ist nicht alles. Ich fühle mich als Teil der bad people wenn ich eine exotische Frucht esse die wohl mit Luftfracht hierher gebracht wurde. Ich fühle mich mies, wenn ich dran denke wie viel Kohlendioxid mein letzter Geschäftsflug nach Asien wohl in die Atmosphäre geblasen hat. Ich rechtfertige es weil ich ja wenigstens dafür mehr Velos in Umlauf bringe; aber die Konkurrenz fliegt ja auch, muss jeder da hin? Für was gibt's das Internet und Skype und all das?

Und dann sehe ich noch dieses Bild: 

Ölpest

Zum kotzen. Da gibt's nur eines. Frische Luft; ab auf's Velo. Heute. Morgen. Übermorgen, einfach viel mehr als jeh zuvor.

Wer verdient was am Velo und warum?

geschrieben von phil | 3 Mär, 2010

Hmm, es könnte sein, dass ich mit diesem Beitrag ein etwas heikles Thema anschneide und nicht gerade alle daran Freude haben werden. Aber here goes.. ich bin gespannt auf Feedback!

Mehr als die Hälfte meines Lebens bin ich nun in der Velobranche. In diesen bald 20 Jahren habe ich praktisch jede Seite dieser spannende Branche gesehen. Zuerst als Lehrling bei einem Velohändler. Dann als Velokurier und CC - und Downhillfahrer. Dann Sachbearbeiter und später technischer Leiter bei Trek. Dann Unternehmer mit eigenwilligem Vertriebsweg.

In dieser Zeitspanne habe ich die Werstschöpfungskette der Velobranche sehr genau kennengelernt. Aus Sicht des Konsumenten, des Velohändlers, des Grosskonzerns und des Kleinunternehmers.

Mit meinem stark ausgeprägten Sinn für Gerechtigkeit und einem grossen Interesse an verdeckten Zusammenhängen habe ich mich schon immer intensiv damit auseinandergesetzt wer mit was wie viel verdient. Mir wurde auch schnell klar, dass die Unterschiede von Land zu Land enorm sind. Es gibt zum Beispiel kein Land in Europa wo ein Velohändler mehr an einem Velo verdient als in der Schweiz.

Eine grobe Unterteilung der Wertschöpfungskette:

Material:
Ein Velo besteht aus einer Vielzahl an Komponenten verschiedener Lieferanten. Jeder Lieferant hat seine Preise. Diese sind abhängig von Rohstoffpreisen, Währungen, Produktionsstandort, Konkurrenzdruck und Abnahmemengen. Ein Velo Hersteller kann nun diese Komponenten einkaufen und ein Velo damit bauen. Der Aufwand dafür kann enorm unterschiedlich sein. In der Regeln sind hier auch noch Zwischenhändler ( Agenten, OEM Montagen etc ) dazwischen welche die Logistik, Qualitätssicherung und Montage sicherstellen.

  • Er kann alles „ab Stange“ kaufen ( inklusive Rahmen, Gabel und sogar Design ), mit minimalem Aufwand in einem Billiglohnland zusammenbauen, dabei auch mal bei der Qualität ein Auge zudrücken und ohne viel Marketing zu einem billigen Preis verkaufen.
  • Er kann aber auch viel in die Marke und ein stimmiges Gesamtkonzept investieren, Rahmen und Komponenten weiter entwickeln, viel in Design und Marketing stecken und mit grosser Sorgfalt montieren.

Schon hier wird aus ähnlichen „Komponenten Paketen“ ein sehr unterschiedliches Endprodukt entstehen das aber auf den ersten Blick schwer zu unterscheiden ist. 

Vertrieb:
Hier kommen wir zu einem spannenden Thema welches sich stark am verändern ist.  Ich teile mal in fünf Sparten auf:

  1. Eine globale Marke mit grossen Stückzahlen, hohem Anspruch an Qualität und Image arbeitet mit Distributoren oder eigenen Niederlassungen, einem Aussendienst und dem Fachhandel. ( zB. Trek, Cannondale ) Qualität, Service und Preise sind hier eher hoch.

  2. Eine nationale Marke mit kleineren Stückzahlen arbeitet mit einem Aussendienst und dem Fachhandel. ( zB. Tour de Suisse, Cresta ) Qualität, Service und Preise sind hier eher hoch.

  3. Eine „Warenhaus“ Marke arbeitet mit einer eigenen Vertriebsstruktur und eher tiefen Margenrechnungen. Das Image wird vom Warenhaus bestimmt. ( zB. Migros, Jumbo ) Preise sind hier tief, Qualität und Service kann sehr unterschiedlich sein.

  4. Ein nationaler Direktvertreiber arbeitet mit kleinen Stückzahlen und möglichst schlanken Strukturen. ( simpel.ch, Stöckli, Thömus ). Preis ist hier eher tief, die Qualität und der Service eher hoch.

  5. Ein globaler Direktvertreiber arbeitet mit grossen Stückzahlen und möglichst schlanken Strukturen. Der Preis ist hier sehr tief, Qualität oftmals gut aber der Service kaum vorhanden.

 

Meine Gedanken dazu:
Eine nationale Marke und eine internationale Marke unterscheiden sich wohl am ehesten darin, dass die nationale Marke gezielter für den heimischen Markt produzieren kann. Die internationale Marke hat aber durch höhere Volumen mehr Ressourcen für Imagepflege und Preisoptimierungen.

Daneben stehen schon lange die Grossverteiler welche mit eigenen Marken und immer mehr auch mit globalen Marken im eher unteren Preissegment grosse Stückzahlen absetzen können.

Nationale Direktverteiber im Qualitäts-Segment gab es schon immer. Dem Internet ist es aber zu verdanken, dass diese eher an Bedeutung gewinnen und aber auch, zusammen mit allen Anbietern,  vermehrt durch globale Konkurrenz unter Druck gesetzt werden.

Wo sind die grossen Unterschiede? Wie kann man feststellen mit welchen Methoden eine Marke arbeitet? Der Preis eines Velos wird meiner Meinung nach bestimmt durch:

  • Funktionalität / Innovation
  • Qualität
  • Stückzahlen der Marke
  • Stückzahlen des Anbieters
  • Image / Werbung
  • Service beim Kauf
  • Service nach dem Kauf
Wie kann es nun aber kommen, dass ein Velo einer internationalen Marke beim Velohändler nun im Extremfall fast doppelt so viel kostet wie bei einem internationalen Direktvertreiber? Die Unterschiede können nur beim Vertrieb und allenfalls bei der Aktualität des Produktes gefunden werden. Der „Umweg“ über den Distributor und den Fachhändler kostet also einiges.

Jeder Velohändler erhält beim Ankauf eines Velos eine bestimmte Marge. Dafür sorgt er für die Zwischenfinanzierung und Endmontage des Velos und er bietet den Kunden Beratung und Service beim Kauf und im idealen Fall auch nach dem Kauf. Egal ob die Beratung fünf Minuten oder Stunden dauert; egal ob ein Velo 1000 oder 5000 kostet, die Marge bleibt proportional immer gleich. Egal ob ein Händler gut beratet oder ob er „nur“ sein Lager gezielt abverkaufen will, egal ob der Service nach dem Kauf perfekt sein wird oder nicht, die Marge bleibt gleich und für die Käufer nicht transparent.

Ein Velohändler der ein Kindervelo für CHF 600.00 verkauft und dafür eine Stunde Beratung investiert verdient am Ende fast nichts. Verkauft er in der gleichen Zeit ein Rennvelo für CHF 6000.00 bleibt ungleich mehr in der Kasse. In diesem Fall auch mal über 35% des Gesamtpreises aber sicher mindestens CHF 2000.00. Toll für die Kunden mit dem Kindervelo, eher unerfreulich für den Kunden mit dem Rennvelo.
 
Wie ist es in anderen Branchen? Amazon bietet mir mehr Informationen zu Büchern als jeder Buchhändler und deutlich attraktivere Preise. Dafür fehlt das Flair eines Buchladens und das gute Gefühl einen Laden in der Region zu unterstützen. Einen Service „nach dem Kauf“ gibt es beim Buch nicht, darum fällt mein Entscheid oftmals zu Gunsten von Amazon aus. Es sei denn, ich will gezielt den Service beim Kauf eines Buches in Anspruch nehmen und ein Buch ( zB. Ein Kinderbuch mit Illustrationen ) vor Ort sehen. Dann bezahle ich das gerne und es würde mir nicht einfallen das Buch dann trotzdem bei Amazon zu kaufen.

Der Unterschied zum Velo liegt demzufolge also nur noch beim Service nach dem Kauf. Aus Sicht der Konsumenten wäre dann wohl folgende Ergänzung in der Velobranche ideal:

Man kauft ein Qualitätsvelo mit guter Beratung und Service online, ähnlich wie ein Buch bei Amazon.
Den Service nach dem Kauf nehme ich bei Bedarf regional in Anspruch und bezahle diesen auch entsprechend, aber erst dann wenn ich ihn wirklich brauche und mit voller Transparenz. Ich habe ja schliesslich beim Kauf nichts dafür bezahlt.

Fehlt nun also lediglich eine voll auf Service ausgerichtete Dienstleistung im Markt um den Markt massiv unter Druck zu setzen?

Einrad fahren! Ein Tipp für Väter.

geschrieben von phil | 29 Dez, 2009

Dass ich meinen Kids das Velofahren so früh wie möglich zeigen will versteht sich ja irgendwie von selber. Ganz cool finde ich dafür den Rutscher von Puky. Unsere 15 Monate alte Tochter kurvt damit schon auf dem Pausenplatz rum:

Der Puky Rutscher im Einsatz!

Danach ein Laufrad und dann gehts schon auf ein richtiges Kindervelo! Ich kann's kaum erwarten bis auch kleinere Ausfahrten möglich sind. 

Bis dahin werde ich wohl aber noch einige Zeit auf dem Pausenplatz neben unserem Haus verbringen. Und so spannend es auch ist meinen Kids beim Spielen zuzusehen, so sehr will ich mich auch selber aktiv bewegen! Aber wie? Mit dem Bike ein wenig Trial Sachen üben ist die eine Möglichkeit. Aber da ist eine Interaktion mit den Kindern schwierig.

Meine Lösung: Ich lerne das Einradfahren! Damit sehen die Kinder, dass auch Papi mal was lernen muss. Ausserdem ist die Geschwindigkeit mit einem Einrad gut an die Geschwindigkeit eines Laufrades angepasst. Besonderen Spass hat mein Sohn an den Rennen von Torpfosten zu Torpfosten auf dem Pausenplatz.

Als Einrad habe ich mir ein stabiles QU-AX Muni Einrad mit 20 Zoll Rädern gekauft. Für nächstes Jahr ( bald bald bald!! ) leiste ich mir dann wohl noch ein Schlumpf Einrad mit Getriebeschaltung. Wenn man die erste Unsicherheit auf dem Einrad verliert dann macht es wirklich enorm Spass! Gleichzeitig ist es gut für die Muskulatur und das Gleichgewicht. Und die Kinder freuen sich mit. Eine echte Empfehlung an alle Väter! Und natürlich auch an alle Mamis... 

 

Das Velo und die SBB

geschrieben von phil | 28 Jul, 2009

Letzte Woche habe ich meinem Ärger über die Velowagen der SBB im IC nach Bern hier Luft gemacht. Heute berichtet der Tages Anzeiger, dass Velofahrer einfach aus dem Zug geworfern werden (natürlich am Bahnhof und nicht bei voller Fahrt) und Ihnen mit der Polizei gedroht wird. Der Bericht hat schon über 200 Kommentare in nur einem Tag erhalten. Etwas aufgeblasen die Geschichte, aber im Grundsatz könnte das Angebot der SBB wohl schon optimiert werden. 

Gestern bin ich mit einem Mustervelo nach Winterthur. Wieder ein Intercity Doppelstockwagen. Wieder das ganze Perron abmarschieren bis zum vordersten Wagen.  Und.. die Türe ist defekt! Ich muss mein Velo weiter vorne einladen und zwischen den Sitzen durchzwängen um zu den Veloplätzen zu kommen. Zum Glück ist mir das gestern passiert und nicht nächste Woche mit Kinderanhänger und Gepäck!

SBB Defekte Türe

 Da lobe ich mir doch die alten Gepäckwagen wo man den Platz zwar auch mal mit jungen Kücken teilt, aber dafür Platz hat und die Türen aufbringt: 

 

Warum die Schweinegrippe H1N1 das Velofahren fördern könnte

geschrieben von phil | 24 Jul, 2009

Was passiert bei einer Grippe Pandemie? Verständlicherweise ist die Angst sich anzustecken gross. Sich mit einer Atemschutzmaske in den Zug und in's Tram zu setzen ist nicht wirklich toll. Wenn darum alle mit dem Auto unterwegs sind, dann ist das Verkehrschaos vorprogrammiert.

Eine sinnvolle Alternative? Mit dem Velo fahren! Vorbei am Stau und an der frischen Luft wird gleichzeitig auch der Körper durch die Bewegung gestärkt. In vielen Ratgebern zur Pandemischen Grippe H1N1 wird auf diese Tatsache hingewiesen. Sollte eine Pandemie zur Tatsache werden könnte dies sichtbare Auswirkungen auf das Strassenbild haben, mit bedeutend mehr Velos auf Schweizer Strassen.

Mehr Informationen zum H1N1 Virus vom Bundesamt für Gesundheit gibt's hier.

 

a zelle bölle schelle

geschrieben von phil | 13 Mai, 2009

Wenn das schon alles ist was mir als Titel für einen Blog Eintrag zur Zeit in den Sinn kommt, dann kann das eigentlich nur zwei Gründe haben:

a) Mir ist es zur Zeit so extrem langweilig, dass ich absolut nix zu schreiben habe

b) Ich hätt so viel zu schreiben, dass ich keinen blassen Schimmer habe wo ich überhaupt anfangen sollte

Alle die nun auf a) getippt haben möchte ich bitten auf diesen Link zu klicken

Personen die auf b) getippt haben möchte ich zuerstmal gratulieren. Korrekt!

Die Formel dazu: (Frühling + Innovation) x (Ideen / Machbarkeit) / (Wirtschaftskrise x verstärktes Umweltbewusstsein) + Firmenwachstum - Familie x (24Stunden - Schlaf) = Schreibstau

In diesem Sinne möche ich mich für kurze Zeit von diesem Blog abmelden um dann in alter Frische wieder aufzutauchen. 

Was macht eine erfolgreiche Messe aus?

geschrieben von phil | 19 Mär, 2009

Ein Termin jagt den anderen. Der Outlook Kalender ist gepflaster mit Einträgen und mein OneNote Notizbuch auf dem Laptop voller Pendenzen. Ein eigener E-Mail Ordner mit Anfragen für Termine von Lieferanten und solchen die's noch werden wollen. Einladungen für Dinner Partys mit grossem Buffet. Ein ganzer Tag für die Anreise und Rückreise, jeden Tag der Shuttle Bus zur Messe. Unzählige Leute die man schon seit Jahren an jeder Messe sieht, manchmal voller Freude und manchmal einfach mit höflichem Lächeln und angemessener Zurückhaltung.Jedes Jahr ein grosses Thema. SARS, Vogelgrippe, explodierende Rohmaterialpreise, Finanzkrise. Als wäre das sorgfältig geplant.

An der Messe das Ringen um Termine, um Qualität, um Preise, kleinere Mindestmengen und mehr Flexibilität. Unglaublich wie viele Teile an so einem Velo dran sind; und über jedes wird diskutiert und diskutiert. Jedes Jahr neue Erfinder die auf den Durchbruch hoffen, öfter vergebens als erfolgreich. Belustigte Blicke über typisch Asiatische Produkte, die für uns Europäer fast nicht nachvollziehbar sind. "Me too! - Produkte" an jeder Ecke. Die echten Innovationen sind oftmals nicht offensichtlich, werden auch mal hinter verschlossenen Türen präsentiert und hey! No Pictures! Kopiert wird ja überall. 

Ach ja, und warum das alles? Was definiert eine gute Messe? 

Die meisten Infos kriegt man auch per Mail. Nicht umsonst füllt sich meine Mailbox täglich auf's Neue. Aber der menschliche Faktor ist für mich der Schlüssel. Zu spüren was möglich ist, wo die Probleme liegen und wer wirklich Resultate bringt. Am Abend bei einem Bier Infos erhalten an die man sonst unmöglich gekommen wäre. Angeheiterte Shimano Entwickler die aus der Nähkiste plaudern. Das gibt's nur während der Messezeit. Entscheidungsträger grosser Firmen die gespannt zuhören wenn man von neuen Trends erzählt. Für mich sind es diese Begegnungen die man kaum planen kann die eine Reise erst wirklich lohnenswert machen. Auch wenn der Reiz einer fremden Kultur langsam der Routine Platz macht; ein solches Netzwerk aufzubauen und zu pflegen macht richtig Spass. 

Die Standesbeamtin fährt ein simpel.ch Velo!

geschrieben von phil | 9 Mär, 2009

Am 19.03.2009 kommt ein neuer Schweizer Film in die Kinos. Die Standesbeamtin ist ein Film unter der Regie von Micha Lewinsky, wohl vorallem bekannt durch den Film "Sternenberg". Der Trailer sieht schon mal spannend aus.

Und! Ja und.. natürlich hat das wieder was mit Velos zu tun. Und ja klar, natürlich mit einem simpel.ch Velo.. denn eines der Pressefotos zeigt wunderbar, wie die Standesbeamtin mit einem frischluft I durch Bremgarten saust! Dass der Passagier auf dem Gepäckträger eigentlich nicht zugelassen wäre ( also nicht genau nur der, sondern ein Passagier an und für sich ) und der Scheinwerfer eher den Korb als die Strasse beleuchtet sei verziehen.. dass sogar die Bekleidung auf das Velo abgestimmt ist find ich super.

Die Standesbeamtin fährt ein simpel.ch frischluft Velo

Ob es das gleiche Velo wie beim Film "Jimmy" ist kann ich nicht sagen. Kann aber schon gut sein. Wer weiss, vielleicht bringt es dieses Velo mal noch bis nach Hollywood. Wirklich schade, dass Marc Forster schon ein MTB Cycletech fährt!

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