Sommer Velotour

geschrieben von phil | 13 Aug, 2009

Ein erster Eindruck von unserer Velotour.. 

Das Wetter war wechselhaft! Aber die Tour super und mehr Bilder folgen sobald wir wieder Zuhause sind. 

Das Velo und die SBB

geschrieben von phil | 28 Jul, 2009

Letzte Woche habe ich meinem Ärger über die Velowagen der SBB im IC nach Bern hier Luft gemacht. Heute berichtet der Tages Anzeiger, dass Velofahrer einfach aus dem Zug geworfern werden (natürlich am Bahnhof und nicht bei voller Fahrt) und Ihnen mit der Polizei gedroht wird. Der Bericht hat schon über 200 Kommentare in nur einem Tag erhalten. Etwas aufgeblasen die Geschichte, aber im Grundsatz könnte das Angebot der SBB wohl schon optimiert werden. 

Gestern bin ich mit einem Mustervelo nach Winterthur. Wieder ein Intercity Doppelstockwagen. Wieder das ganze Perron abmarschieren bis zum vordersten Wagen.  Und.. die Türe ist defekt! Ich muss mein Velo weiter vorne einladen und zwischen den Sitzen durchzwängen um zu den Veloplätzen zu kommen. Zum Glück ist mir das gestern passiert und nicht nächste Woche mit Kinderanhänger und Gepäck!

SBB Defekte Türe

 Da lobe ich mir doch die alten Gepäckwagen wo man den Platz zwar auch mal mit jungen Kücken teilt, aber dafür Platz hat und die Türen aufbringt: 

 

Tourenvelo mit Gates Carbon Drive Zahnriemen und Vollgepäck

geschrieben von phil | 27 Jul, 2009

In einer Woche geht's auf eine knapp zweiwöchige Velotour durch die Schweiz. Zwei Erwachsene und zwei Kinder ( 11 Monate und knapp 3 Jahre alt ), 4er Zelt, Schlafsäcke, Mätteli, Kocher, Windeln.. eine organisatorische Herausforderung. 

Vor zwei Jahren haben wir eine ähnliche Tour mit noch einem Kind unternommen, damals aber noch ohne Zelt. Um alles etwas besser planen zu können und auch die Kinder an diese Art des Reisens zu gewöhnen, haben wir dieses Wochenende eine Probetour von Maschwanden an den Lauerzersee unter die Räder genommen. Dies war gleichzeitig auch die Jungfernfahrt meines neuen Velos: 

 frischluft tour Tourenvelo mit Carbon Drive Zahnriemen

Ich habe mir ein simpel.ch frischluft tour Tourenvelo mit dem Gates Carbon Drive, Rohloff, Lowrider und Carryfreedom Gepäckanhänger zusammengebaut. Den Zahnriemen habe ich ja am Optimisten mit Kinderanhänger schon öfter gefahren, auf dem frischluft tour war das aber nun eine Premiere. Fazit: Ich habe nix gemerkt...  und vorallem nix gehört ausser dem Rauschen der Kette am zweiten Velo.

Der Carryfreedom Anhänger lässt sich sehr schön bepacken und ziehen. In der roten Ortlieb Rackpack Tasche sind alle Kleider und Liegematten verstaut, der schwarze Sack oben ist das Exped Zelt. Die schwarzen Ortlieb Taschen dienen als Küchentasche ( mit MSR Benzinkocher für die beste Rösti im Land ) und Schlafsacktasche. Die Kindersachen sind alle im Kinderanhänger. Für die zweiwöchige Tour werden noch die zwei kleineren Ortlieb Taschen für vorne dazukommen mit weiteren Kleidern etc. 

Eigentlich alles recht komfortabel und das Fahrgefühl ist erstaunlich gut. Natürlich werden damit bereits kleinere Steigungen zur Herausforderung, aber dafür hat man in den Ferien ja auch Zeit. Für mich ist es eine tolle Möglichkeit mich endlich auch mal wieder etwas mehr auf's Velo zu setzen und trotzdem viel Zeit mit der Familie zu haben. Mit den wohl über 50kg Gepäck auch ein tolles Training! 

Fahren Velofahrer 2. Klasse bei der SBB?

geschrieben von phil | 21 Jul, 2009

Heute morgen bin ich mit knapp vier Minuten Umsteigezeit von der S9 auf den Intercity nach Lausanne. Mit dabei ein Paper Bicycle Mustervelo und eine SBB Tageskarte 1. Klasse. Das Velo in Genf abzuliefern und zu erklären ist Zweck meiner Reise und die 1. Klasse gönne ich mir weil ich in Ruhe arbeiten will im Zug und die Tageskarte für diese lange Reise sowieso ein recht guter Deal ist. Mit dem Auto gehen kommt für mich nicht in Frage, das sind 6 Stunden autofahren ohne Produktivität. 

Ich komme nun also schon recht knapp die Rolltreppe hoch mit meinem Velo und eile zum Gleich 17. Fahren ist bei Busse von glaube ich über CHF 300.00 auf SBB Gelände verboten, schon der Fuss auf einem Pedal zählt dazu. Vorne schön bequem die 1. Klasse. Sinnlos überfüllt, gemäss neuen Erkenntnissen mit ca. 30% SBB Pendler - Personal die ab einer gewissen Kaderstufe kostenlos 1. Klasse pendeln. Jetzt einsteigen und mir einen netten Platz sichern könnte noch klappen, aber was ist mit meinem Velo?

Bei den neuen Intercity Zügen ist das Velo-Abteil gaaaaanz vorne. Ungefähr 12 Doppelstockwagen von mir entfernt. In zwei Minuten fahre ich nun halt auf dem Perron dem Zug entlang und verlade mein Bike. Auf dem Perron zurück ist keine Option mehr, also kämpfe ich mich, gegen den Strom ) durch ca. 6 2.Klasse Wagen, durch das Zugrestaurant zu einem Sitzplatz in der ersten Klasse. Das macht definitv keinen grossen Spass.

Nun stelle ich mir die Frage ob Velofahrer nur 2. Klasse fahren? 

Auf touristischen Unternehmungen käme es mir eigentlich nicht in den Sinn in die 1. Klasse zu sitzen. Irgendwie passt das schon nicht. Und wie viele Geschäftsleute nehmen ein Velo mit? Wohl sehr wenige und manche davon ein Faltvelo welches bequem im Gepäckabteil versorgt werden kann. Aber heute hat's mich genervt, heute hab ich mich als Velofahrer ( oder Velostosser ) massiv benachteiligt und diskriminiert gefühlt, jawoll. 

 

London wird velofreundlich, und wie!

geschrieben von phil | 5 Jul, 2009

In meiner Kindheit war ich oft in London. Da mein Vater von London ist, besuchten wir dort meine Grosseltern und andere Verwandte. Ich erinnere mich gut wie ich ganz alleine einen "Daily Travelpass" für 70 Pence gekauft und ganz London mit dem Bus erkundet habe. Als ich dann als Velomechaniker und später bei Trek arbeitete, schärfte sich auch mein Blick für die Londoner Veloszene. In meinem vollen Schrank mit Bike-Klamotten hängt auch noch ein Team-Tricot von Brixton Cycles, eine Kooperative die ich schlicht genial finde. Keith Bontrager hatte dazumals das coole Rasta-Design dieses Tricots für seine Teamkleider adaptiert. Obwohl London schon immer eine spannende Veloszene hatte, musste man schon sehr mutig sein um in London mit dem Velo unterwegs zu sein. Mit Ausnahme der Parks natürlich. Die Autofahrer und Busse regierten die Strassen, auf den Seiten parkierte Autos verengten die Durchfahrten und Platz für Velos war kaum vorhanden. 

Letzten Donnerstag und Freitag war ich mal wieder in London um mich mit Nick Lobnitz betreffend dem Paper Bicycle zu treffen und am Abend an eine spannende Eröffnung zu gehen. Mehr zu dieser Eröffnung dann in einem anderen Blog Beitrag. 

Es ist wirklich unglaublich wie sich London verändert hat. Die Regierung investiert grosse Summen in die Velo Infrastruktur und Bike to Work Programme. Geld für ein neues Velo kann sogar von den Steuern abgezogen werden und die Mehrwertsteuer fällt weg. Auch die City Tax für Autos und ein Misstrauen gegenüber der Tube seit den Attentaten bringen immer mehr Leute auf's Velo. Ob im Anzug mit Krawatte, Minirock, "Übergwändli" oder Velodress; die Strassen sind voller Pendler die den Autos die Strassen streitig machen. Und jedes fünfte Velo ist ein Faltvelo. Viele Pendler legen beachtliche Strecken durch ganz London zurück.

Singlespeed und Fixed Gear Bikes sind die Mode-Erscheinung des Sommers schlechthin. Farbige Felgen auch... 

Auch Firmen haben das Velo als Transportmittel entdeckt, "beeing Green" ist ein wertvolles Argument in der Krise

London Recumbents vermietet im schönen Dulwich Park etwas ausserhalb von London Spezialräder wie das Pino Tandem von Hase oder Liegevelos für Kinder. Leute aus ganz England reisen hierher um diese Spezialvelos testen zu können. Die Räumlichkeiten waren früher ein öffentliches WC.. 

Das Paper Bicycle dürfte in London gut ankommen. Nick Lobnitz wurde damit auch schon an eine exklusive Design-Messe eingeladen und hatte eine Audienz bei Prince Charles damit. ( ich hoffe immer noch auf Bilder davon... ! )

Über meinen Besuch beim Bike Doctor und der Cycling Academy ( wo auch Boris Johnson, der Bürgermeister von London war ) möche ich separat noch berichten. Ein sehr lesenswerter Blog zur Londoner Szene unterhält Andrea von Velorution, ein toller Laden in der Nähe der Oxford Street.

Pfingsten im Tessin - Monte Bar Valcolla Lugano

geschrieben von phil | 2 Jun, 2009

An Pfingsten fahre ich seit Jahren immer mit einem guten Freund irgendwo in die Berge. Manchmal zu Fuss; manchmal mit dem Bike. Grundsätzlich versuchen wir immer möglichst nichts zu planen und schauen vorzu was wir so machen könnten. 

Dieses Jahr sind wir zuerst mal am Freitag Abend in die Jugendherberge in Bellinzona gefahren. Ausgerüstet mit zwei Transalpes Bikes und zwei vollgepackten Rucksäcken. Am nächsten Tag beim Frühstück haben wir dann beschlossen auf den Monte Bar zu fahren. Über Rivera und Isone sind wir dann quasi um den Monte Bar rum und haben uns auf den Gipfel gekämpft. Danach runter in's Refugio Monte Bar wo wir genau die zwei letzen Betten bekommen haben. 

Am Morgen um 5.00 Uhr dann Schlange vor den zwei WC's. Alle Gäste der Hütte mit Durchfall, die Bolognese Sauce vom Abendessen muss schlecht gewesen sein. 

Trotzdem dann weiter. Wohl ca. 25km Singletrail rund um das Valcolla und runter nach Lugano. Superschön, einer der besten Trails die ich kenne.

In Lugano dann wieder in die Jugi, am Montag von Rivera über den Monte Medeglia runter nach Giubiasco nach Bellinzona. Mit Bier und Kebab ausgerüstet auf den Zug zurück nach Hause. 

Was macht eine erfolgreiche Messe aus?

geschrieben von phil | 19 Mär, 2009

Ein Termin jagt den anderen. Der Outlook Kalender ist gepflaster mit Einträgen und mein OneNote Notizbuch auf dem Laptop voller Pendenzen. Ein eigener E-Mail Ordner mit Anfragen für Termine von Lieferanten und solchen die's noch werden wollen. Einladungen für Dinner Partys mit grossem Buffet. Ein ganzer Tag für die Anreise und Rückreise, jeden Tag der Shuttle Bus zur Messe. Unzählige Leute die man schon seit Jahren an jeder Messe sieht, manchmal voller Freude und manchmal einfach mit höflichem Lächeln und angemessener Zurückhaltung.Jedes Jahr ein grosses Thema. SARS, Vogelgrippe, explodierende Rohmaterialpreise, Finanzkrise. Als wäre das sorgfältig geplant.

An der Messe das Ringen um Termine, um Qualität, um Preise, kleinere Mindestmengen und mehr Flexibilität. Unglaublich wie viele Teile an so einem Velo dran sind; und über jedes wird diskutiert und diskutiert. Jedes Jahr neue Erfinder die auf den Durchbruch hoffen, öfter vergebens als erfolgreich. Belustigte Blicke über typisch Asiatische Produkte, die für uns Europäer fast nicht nachvollziehbar sind. "Me too! - Produkte" an jeder Ecke. Die echten Innovationen sind oftmals nicht offensichtlich, werden auch mal hinter verschlossenen Türen präsentiert und hey! No Pictures! Kopiert wird ja überall. 

Ach ja, und warum das alles? Was definiert eine gute Messe? 

Die meisten Infos kriegt man auch per Mail. Nicht umsonst füllt sich meine Mailbox täglich auf's Neue. Aber der menschliche Faktor ist für mich der Schlüssel. Zu spüren was möglich ist, wo die Probleme liegen und wer wirklich Resultate bringt. Am Abend bei einem Bier Infos erhalten an die man sonst unmöglich gekommen wäre. Angeheiterte Shimano Entwickler die aus der Nähkiste plaudern. Das gibt's nur während der Messezeit. Entscheidungsträger grosser Firmen die gespannt zuhören wenn man von neuen Trends erzählt. Für mich sind es diese Begegnungen die man kaum planen kann die eine Reise erst wirklich lohnenswert machen. Auch wenn der Reiz einer fremden Kultur langsam der Routine Platz macht; ein solches Netzwerk aufzubauen und zu pflegen macht richtig Spass. 

Taipei Cycle Show 2009 - Erster Eindruck

geschrieben von phil | 17 Mär, 2009

Seit gestern bin ich mal wieder in Taiwan. Heute morgen hat die Taipei Cycle Show 2009 begonnen und ich hab mich schon mal durch das erste Stockwerk der riesigen Ausstellungshalle "durchgearbeitet". Gar nicht so einfach einen Überblick zu behalten. Überall Leute die man kennt (oder kennen sollte.. ) und Veloteile so weit das Auge reicht.

Die Neuheiten an einer solchen Messe sind in der Regel nicht offensichtlich. Vieles was die Taiwanesen als Innovation sehen ist für uns nicht wirklich markttauglich. Trotzdem ist es immer spannend zu sehen was alles zu sehen ist. 

Spannend finde ich die Entwicklung bei Sturmey Archer. Vor vier Jahren hatte ich 3 Testnaben der 8-Gang Nabenschaltung welche alle Probleme hatten. Nach einer kompletten Überarbeitung sieht die Nabe nun vielversprechend aus und ich hoffe das Ding nochmals testen und bald mal irgendwo einsetzen zu können. Auch die fixed Gear 3-Gang Nabe von Sturmey Archer könnte recht gut ankommen. 

Bilder folgen zu einem späteren Zeitpunkt, hab zwar nur mein Handy dabei, aber für ein paar "Amateurföteli" wird's reichen. Cheers aus Taiwan. 

Wie merkt man, dass man in China ist?

geschrieben von phil | 7 Feb, 2009
  • Alles ist laut, auch die ruhigen Orte
  • Alles schmeckt und riecht anders, sogar der Mac
  • Alle ziehen die Spucke hoch und raus damit, und zwar ueberall
  • Alle laecheln und sagen ja, auch wenn sie es nicht so meinen
  • Alle geben Auskunft, auch wenn sie keine Ahnung haben
  • Taxifahrer kennen keine Regeln und die Hupe kommt vor der Bremse
  • Alles ist billig
  • Schweizer bauen Tunnels, Chinesen sprengen den Berg weg
  • Extrem ist besser, ob extrem gross oder extrem klein, Mittelmass nein danke
  • Mit Geld geht alles, der Mammon regiert
  • Alles ist essbar, Alkohol ist zum trinken da, runter damit
  • Vor jedem Hotel entsteht grad eine Metro, die Baustelle natürlich mit Nachtschicht

Wer jetzt denkt das sei alles negativ gemeint irrt sich. Ich mag die Chinesen, auch wenn sie mich an manchen Orten mit meinen rotblonden Haaren ungeniert anstarren. Die Kultur ist spannend, auch wenn ich sie wohl nie ganz verstehen werde. China ist extrem lernfaehig und hat sich erstaunlich veraendert. Die Entwicklung der letzten Jahre ist richtig spürbar. Auch der Umweltschutz wird langsam ernst genommen. Nicht in allen Schichten, aber manchmal mit vorbildlicher Strenge und Disziplin.

Trotzdem gibt es nach einem anstrengenden Tag mit Sitzungen und vielen Eindrücken nichts besseres als ein bisschen heimelige Schweizer Musik ( Patent Ochsner oder so ) trällern zu lassen und in Gedanken in die ruhige, ach so wunderschöne Schweiz zurückzukehren.... Und jetzt stehe ein Chinese hinter mir, lächelt (was sonst!) und meint ich sei an seinem Platz im Internet Cafe und ich solle doch langsam gehen.. Grüsse aus China!

Sonnenaufgang à la Shenzhen, China

geschrieben von phil | 5 Feb, 2009

So sah heute der Sonnenaufgang aus meinem Hotelzimmer im 26ten Stock aus. Wer mich kennt wird sich fragen wieso ich als Mogenmuffel bei einem Sonnenaufgang schon wach bin... Zeitverschiebung macht's möglich!

Sonnenaufgang Shenzhen

Die trübe Stimmung stammt aber scheinbar nicht von Abgasen wie wohl viele denken werden. Es ist ganz einfach sehr feucht hier und eine Art Dunst der sich über die Stadt legt. Shenzhen ist gemäss Tourismus Broschüre eine internationale "UN Garden City" und hat viele Pärke und sogar Naturschutzgebiete innerhalb der Stadtgrenzen. 

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