Rahmenbruch!

geschrieben von phil | 29 Jan, 2007

Vor etwa sieben Jahren habe ich meiner Schwester ein ****-Bike vermittelt. Dieses hat vor ein paar Jahren dann meine Schwägerin übernommen. Das Bike wurde nie grob gefahren und sicher auch nicht für Stunts verwendet... Darum war ich umso erstaunter, als mir mein Bruder kürzlich diese Bilder sandte:

Rahmenbruch

 Rahmenbruch

Der Garantie-Antrag läuft; der Rahmen hat 10 Jahre Garantie. Aus Fairness möchte ich hier nicht publizieren wer der Hersteller ist. Es sei denn der Antrag wird abgelehnt.. ;-)

 

Cycloc - Velo Aufhängung mit Designpreis!

geschrieben von phil | 26 Jan, 2007

Es ist selten, dass ein Produkt aus der Velobranche einen internationalen Designpreis erhält. Dass nun gerade ein System zur Velo-Aufhängung zu solchen Ehren kommt ist verblüffend!

Geschafft hat das Andrew Lang mit seinem Cycloc: 

Cycloc Velo Aufhängung

Die Liste mit den ergatterten Auszeichnungen ist hier zu finden.

Das hübsche Plastikding ist in vier Farben erhältlich und kostet ca. CHF 149.00


 

 

Eichdorf Cruiser.. Wunderschöner Eyecatcher - Swiss Made!

geschrieben von phil | 22 Jan, 2007

Aus der Innerschweiz kommt mal wieder etwas ganz Spezielles.. zwar gibts noch nicht viele Infos dazu, aber ein vielversprechendes Bild eines Eichdorf Cruisers ist schon auf der Website zu finden!

Der Eichdorf Cruiser mit 200cm Radstand..

Der Radstand soll 200cm Radstand haben und mit der neuen Shimano Alfine erhältlich sein. Ich werde versuchen dran zu bleiben.. :-) 

Herstellung eines Carbon Bike Rahmens

geschrieben von phil | 21 Jan, 2007

Während meiner Reise nach Shenzhen konnte ich auch die Firma Carbotec besuchen. Da ich den Inhabe gut kenne wurde mir ein toller Einblick in die Produktion von Carbonrahmen gegeben. Es ist unglaublich wie viel Handarbeit hinter einem einzelnen Rahmen steckt!

Zuerst werden die Carbon-Matten zugeschnitten: Die Herstellung eines Carbonrahmen

Hier wird mit Streifen ein spezielles Muster für die Oberfläche ausgelegt:

Die Herstellung eines Carbonrahmen

Auf diese Form werden von Hand 48 Carbonstreifen aufgelegt:

Die Herstellung eines Carbonrahmen

Danach sieht der Steuerkopfbereich des Rahmens so aus:

Die Herstellung eines Carbonrahmen

 (weiter)

Nabenschaltungen.. was sind die Vorteile?

geschrieben von phil | 7 Jan, 2007

Acht Stunden Flug von Zürich nach Doha.. nun vier Stunden Zwischenhalt bis zur Weiterreise nach Hong Kong. Da hat man Zeit, Zeit, Zeit! Was mir sonst immer irgendwie fehlt nun im Überfluss! Aber nur so rumsitzen klappt nicht, darum hab ich endlich mal auf Papier gebracht was ich der Welt über Nabenschaltungen schon lange sagen wollte.. Oder wenigstens den Lesern der simpel.ch Website. Hier für alle die's interessiert schon mal die Rohform:

Vorteile einer Nabenschaltung im Alltags- und Freizeitbereich:  

Wartungsarmut:
Eine Nabenschaltung ist im Innern der Hinterradnabe geschützt. Solange die Nabe gut abgedichtet ist und das Getriebe genügend geschmiert ist, können äussere Umstände dieser Art Schaltung nichts anhaben. Vor allem Alltagsvelos werden in der Regel wenig gepflegt und nicht stets liebevoll gereinigt wie Mountainbikes oder Rennvelos die sportlich eingesetzt werden.

Schalten im Stand; Schaltkomfort:
Eine Nabenschaltung kann im Stand geschalten werden. Gerade im Stadtverkehr ist dies ein grosser Vorteil. An der Stoppstrasse oder vor Ampel noch schnell in den richtigen Gang schalten ist kein Problem.
Bei einer Nabenschaltung liegen alle Gänge schön abgestuft hintereinander und man weiss immer in welchem Gang man ist. Dies wird vor allem von Fahrern und Fahrerinnen geschätzt die nicht so oft mit dem Velo unterwegs sind.

Verbesserter Antrieb:
Bei Nabenschaltungen können breitere Ketten mit längerer Lebensdauer verbaut werden. Die Kettenlinie bleibt immer optimal; zudem müssen Spezialketten für Nabenschaltungen kein seitliches Spiel aufweisen und können voll auf Kraftübertragung ausgelegt werden. Eine verdreckte Kette kann eine Kettenschaltung massiv stören, eine Nabenschaltung schaltet munter weiter. Zudem kann ein Kettenschutz montiert werden, was bei Kettenschaltungen nur schwer möglich ist.

Unanfälligkeit:
Parkierte Velos werden oft mal umgeschmissen, hier ist es ein Vorteil wenn die anfälligen Komponenten schön geschützt sind. Ein Alltagsvelo soll einfach funktionieren; dies ist mit einer Nabenschaltung eher der Fall. Alle für den Antrieb wichtigen Komponenten sind schön geschützt und stehen damit auch nie im Regen!

Design:
Eine Nabenschaltung wirkt aufgeräumter und kommt mit weniger Antriebskomponenten aus. Dies wirkt sich positiv auf die Optik eines Velos aus und lässt mehr Freiheit im Rahmendesign.

Stärkere Räder:
Da bei einer Nabenschaltung nur ein einzelnes Ritzel verbaut wird; kann der Nabenflansch (die Aufnahme für die Speichen) auf beiden Seiten weiter aussen platziert werden. Dadurch wird das Rad symetrischer und die Belastung gleichmässiger auf beide Seiten verteilt als bei einer Kettenschaltung.

Die  Nachteile einer Nabenschaltung:
(auch die gibts.. )
 

Gewicht:
Die aufwendige Technik eines Getriebes drückt auf die Waage. Im Vergleich zu einer Kettenschaltung ist eine Nabenschaltung dadurch etwas schwerer. Ausserdem verschiebt sich das Gewicht im Vergleich mehr auf das Hinterrad, was bei ruppiger Fahrweise eher zu Durchschlägen und somit Plattfüssen führen kann. Bei vollgefederten Fahrrädern kann das höhere Gewicht der Hinterrades auch die Federeigenschaften negativ beeinflussen.

Übersetzungsbereich
Mit Ausnahme der Rohloff Speedhub bieten Nabenschaltungen einen kleineren Übersetzungsbereich als Kettenschaltungen. Mit 307% Übersetzungsbereich ist die Shimano Nexus bereits in einem komfortablen Bereich, kommt aber nicht an die ca. 550% einer 27-Gang Kettenschaltung. Im Alltag ist dies meistens kein Problem. Bei Bedarf kann der Bereich aber auch mit zwei Kettenblättern vorne oder mit dem Schlumpf Speed Drive ergänzt werden. Damit kann der Schaltbereich auf gut 508% gesteigert werden; ohne die wichtigen Vorteile einzubüssen.

Wirkungsgrad
Moderne Nabenschaltungen haben einen sehr hohen Wirkungsgrad und bringen 97% der aufgenommenen Kraft auf das Rad. Eine brandneue Kettenschaltung hat etwas bessere Werte, wird diese aber mit steigendem Verschleiss schneller einbüssen als eine Nabenschaltung.

Preis / Auswahl
In einer Nabenschaltung steckt viel Technik und Know-How. Dies beeinflusst den Preis ein wenig. Im ganz günstigen Bereich machen Nabenschaltungen keinen Sinn. Durch die aufwendige Konstruktion sind nicht viele Anbieter in der Lage in diesem Markt mitzumischen. Zudem beschränken sich die Anbieter auf ein kleines Sortiment. Mit steigender Nachfrage wird sich dies aber dramatisch ändern!

So, das wärs aus Doha. Auf dem Rückflug hab ich 48 Stunden, da werd ich wohl das eine oder andere Foto in den Blog stellen können... In einem Tag bin ich in Shenzen wo ich unter anderem auch eine Carbonfabrik besichtigen werde.  Mehr davon später.. .

Transalpes.com - wer kennt's schon?

geschrieben von phil | 29 Dez, 2006

Vor lauter Alltagsvelos und simpel.ch Geschichten habe ich den Bike-Teil meines Blogs total vernachlässigt. Nicht mal mein eigenes Bike habe ich hier präsentiert.. naja, holen wir das mal nach: 

(Produktphoto von Philipp Schranz, transalpes.com

Der Transalpes.com Rahmen ist für mich zur Zeit das Mass aller Dinge im Full Suspension Bereich. Er wurde vom Schweizer Philipp Schranz entwickelt und bis jetzt nur in Kleinserie hergestellt. Wer eins fährt darf sich wohl zu einer exklusiven Gruppe von glücklichen Transalpes-Fahrern zählen! 

Wichtigstes Feature ist der im Winkel verstellbare Sitzdom. Dieses System mit dem Namen "Mojo" ist so einfach wie überzeugend. Mit einem kleinen Dreh verstellt man den Sitzwinkel und erreicht so eine jeweils optimale Position für Uphill, Singletrail oder Downhill. Nicht einfach ein Gag, sonder im Gelände ein echter Vorteil; vorallem bei längeren Touren wo das Bike sowieso durch ein tadelloses Handling überragt!

 
Leider ist die Website noch nicht voll auf der Höhe, soll bis im Frühling dann nur so vor Informationen rund ums Bike strotzen! Klar ist, dass dieses Bike nicht nur toll aussieht, sondern sich unglaublich gut fährt. Nach einer mehrtägigen Tour in Brasilien rund um einen Nationalpark weiss ich von was ich rede.. 

NuVinci Testbericht

geschrieben von phil | 12 Dez, 2006

Am letzten Donnerstag konnte ich mir endlich ein eigenes Bild zur NuVinci Nabe schaffen. Hier mein Eindruck:

Beim Treten:
Die Kraftübertragung fühlt sich sehr gut an. Kein Schlupf wie auch schon behauptet wurde. Es gibt auch keine Geräuschentwicklung wie bei einer Nabenschaltung, was für viele auch ein Vorteil sein wird. Alles fühlt sich sehr direkt an, der Wirkungsgrad steht einer Shimano Inter8 nicht nach.

Beim Schalten:
Der Schaltvorgang ist butterweich und ohne Unterbruch in der Kraftübertragung. Das stufenlose Schalten macht Sinn, keine grossen Sprünge mehr und immer genau die richtige Übersetzung. Der etwas grosse Schaltweg ist anfangs gewöhnungsbedürftig, aber im täglichen Einsatz stelle ich mir das problemlos vor. Der Übersetzungsbereich ist mit aktuell 350% recht hoch und reicht für den Alltag gut aus. Es besteht die Möglichkeit auf 400% auszuweiten, was meiner Meinung nach eine kleine Revolution für gekapselte Antriebe wäre!

Technischer Eindruck:
Dieser Antrieb setzt wohl neue Massstäbe. Die Nabe und auch der Schaltgriff wirken robust und auf Langlebigkeit ausgelegt. Gemäss Angaben des Herstellers kann man das Innenleben der Nabe als praktisch wartungsfrei bezeichnen. Ein Laie kann das Getriebe gar nciht erst öffnen. Das Gewicht der Nabe ist mit 4kg schon sehr hoch, die Wertigkeit der Nabe rechtfertigt das aber für den Anfang. Die Kabelzüge sind wie bei einer Rohloff doppelt zu verlegen, was für den Rahmenbauer einen Zusatzaufwand bedeutet und eine Nachrüstung etwas schwerer machen würde.

Generell:
Grundsätzlich bin ich von NuVinci voll überzeugt. Das Fahr- und Schaltgefühl der Nabe sind sensationell und rechtfertigen den Aufpreis zu einer Shimano oder SRAM Nabe. Ich schätze dass dieser bei den ersten Serienmodellen so um die CHF 250.00 zu liegen kommt (ca. 160 Euro). Für ein Alltagsrad sind die Argumente klar:

  • Praktisch keine Wartung am Antrieb
  • Grosser Übersetzungsbereich
  • Keine Abstufungen mehr, immer den richtigen "Gang"
  • Einwandfreier Wirkungsgrad
  • Innovativer Antrieb mit WOW-Effekt!

Da bin ich mal gespannt wie der Markt auf diese Neuheit reagieren wird! Bei simpel.ch arbeiten wir bereits an einem Sondermodell für Frühling 2007...

Carry-me von Pacific Cycles - Superleichtes Faltvelo

geschrieben von phil | 16 Okt, 2006

Ich kenne George Lin schon seit mehreren Jahren. Manche nennen Ihn den Taiwanesischen Veloguru. George ist der Gründer von Pacific Cycles und steht hinter innovativen Produkten wie dem Birdy Faltvelo, den Carryfreedom Anhängern oder dem Schweizer ZEM.

George hat auch beim neuen Smike Elektrovelo mit optionalem Seitenwagen (siehe Beitrag) Entwicklungsarbeit geleistet und die Seitenwagen produziert.

Als er uns vor der Eurobike in Maschwanden besucht hat, war das Carry-me mit im Gepäck. Von diesem superleichten ( 7kg! ) und erstaunlich gut fahrbaren Faltvelo hat er bereits über 2000 Stück in Japan verkauft.

Bereits vor 1 1/2 Jahren in Taiwan durfte ich einen Prototypen probefahren. Das Resultat der Weiterentwicklung kann sich sehen lassen! Der Faltvorgang ist genial und intuitiv. Ein paar Handgriffe und das Carry-me ist kompakt und passt in jedes Gepäckabteil oder Kofferraum. Das Fahrgefühl ist mit den kleinen Rädern am Anfang ungewohnt, aber sehr bald fühlt man sich sicher und flitzt mit der gut gewählten Übersetzung um die Kurven.

Carry Me von Pacific Cyles - Leichtes Faltvelo

Auf nächsten Frühling ist eine leicht überarbeitete Version für den Europäischen Markt geplant. Die Gabel wird noch gefedert und der Winkel der Lenkung wird verstellbar sein um die Länge besser einstellen zu können. Ein Industriedesigner arbeitet zudem noch am Look.

Für mich ist klar; dieses Faltvelo ist eine Innovation die wohl bald auf Schweizer Strassen zu finden sein wird. Mal sehen ob wir uns mit George über einen Vertrieb in der Schweiz einigen können.

Ich seh schon die ganze Mobility Gemeinschaft mit dem Carry-me zum nächsten Mobility Auto cruisen.. :-) 

http://www.pacific-cycles.com/bikecat.asp?nowbtn=5&brandbtn=1&cat=3&rnum=888

9-Gang Nabenschaltung iMotion 9 mit Carbon!

geschrieben von phil | 17 Sep, 2006

Serienmässig ist die neue SRAM iMotion 9 erst seit zwei Monaten erhältlich; und dies nur als Rücktrittversion mit satten 2400 Gramm Gewicht. Im Frühling soll dann die Version für die SRAM iBrake Trommelbremse kommen. Die sehnlichst erwartete Freilauf-Version die dann auch mit Scheibenbremse eingesetzt werden kann wird erst in etwas mehr als einem Jahr erhältlich sein. Mit 340% Übersetzungsbereich eine schöne Alternative zu Shimano!

Und als ob die Warterei auf die Freilaufversion nicht schon übel genug wäre präsentierte SRAM an der IFMA in Köln noch einen Prototypen mit Carbongehäuse in einem superschönen Radsatz:

Die iMotion 9 mit Carbon Gehäuse
( Bild duch Plexiglas an der IFMA, alle Rechte liegen bei mir.. )

Ob diese Version jemals erhältlich sein wird ist offen. Aber schön wär das Ding! Da würd ich gerne ein simpel.ch Velo drumrum konzipieren..

Naja, auch mit der Freilaufversion wird sich was Schönes machen lassen!

Shimano Alfine Nabenschaltung bald auch in schwarz..

geschrieben von phil | 16 Sep, 2006

Scheinbar soll im nächsten Frühling die Shimano Alfine auch in schwarz geplant sein. Dies hat mir ein Shimano Angestellter an der IFMA in Köln erzählt. Offiziell ist das noch nicht, aber vom Design her lässt sich mit einer schwarzen Alfine schon noch was rausholen!

Ausserdem hat SRAM eine Version der iMotion 9 mit Carbon Nabenkörper vorgestellt. Natürlich ein Prototyp. Ich hab davon ein Bild gemacht, werde das dann mal noch hochladen... Bitter bleibt aber schon, dass die einzige 9-Gang Nabenschaltung auf dem Markt bislang nur mit Rücktritt und einem Gewicht von über 2 Kilo (!!) erhältlich ist.

Mein Fazit nach der IFMA in Köln: So viel Beachtung wurde dem Thema Nabenschaltung noch in keinem Jahr geschenkt. Das stimmt doch zuversichtlich für die nächsten paar Jahre!

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