Wer verdient was am Velo und warum?

geschrieben von phil | 3 Mär, 2010

Hmm, es könnte sein, dass ich mit diesem Beitrag ein etwas heikles Thema anschneide und nicht gerade alle daran Freude haben werden. Aber here goes.. ich bin gespannt auf Feedback!

Mehr als die Hälfte meines Lebens bin ich nun in der Velobranche. In diesen bald 20 Jahren habe ich praktisch jede Seite dieser spannende Branche gesehen. Zuerst als Lehrling bei einem Velohändler. Dann als Velokurier und CC - und Downhillfahrer. Dann Sachbearbeiter und später technischer Leiter bei Trek. Dann Unternehmer mit eigenwilligem Vertriebsweg.

In dieser Zeitspanne habe ich die Werstschöpfungskette der Velobranche sehr genau kennengelernt. Aus Sicht des Konsumenten, des Velohändlers, des Grosskonzerns und des Kleinunternehmers.

Mit meinem stark ausgeprägten Sinn für Gerechtigkeit und einem grossen Interesse an verdeckten Zusammenhängen habe ich mich schon immer intensiv damit auseinandergesetzt wer mit was wie viel verdient. Mir wurde auch schnell klar, dass die Unterschiede von Land zu Land enorm sind. Es gibt zum Beispiel kein Land in Europa wo ein Velohändler mehr an einem Velo verdient als in der Schweiz.

Eine grobe Unterteilung der Wertschöpfungskette:

Material:
Ein Velo besteht aus einer Vielzahl an Komponenten verschiedener Lieferanten. Jeder Lieferant hat seine Preise. Diese sind abhängig von Rohstoffpreisen, Währungen, Produktionsstandort, Konkurrenzdruck und Abnahmemengen. Ein Velo Hersteller kann nun diese Komponenten einkaufen und ein Velo damit bauen. Der Aufwand dafür kann enorm unterschiedlich sein. In der Regeln sind hier auch noch Zwischenhändler ( Agenten, OEM Montagen etc ) dazwischen welche die Logistik, Qualitätssicherung und Montage sicherstellen.

  • Er kann alles „ab Stange“ kaufen ( inklusive Rahmen, Gabel und sogar Design ), mit minimalem Aufwand in einem Billiglohnland zusammenbauen, dabei auch mal bei der Qualität ein Auge zudrücken und ohne viel Marketing zu einem billigen Preis verkaufen.
  • Er kann aber auch viel in die Marke und ein stimmiges Gesamtkonzept investieren, Rahmen und Komponenten weiter entwickeln, viel in Design und Marketing stecken und mit grosser Sorgfalt montieren.

Schon hier wird aus ähnlichen „Komponenten Paketen“ ein sehr unterschiedliches Endprodukt entstehen das aber auf den ersten Blick schwer zu unterscheiden ist. 

Vertrieb:
Hier kommen wir zu einem spannenden Thema welches sich stark am verändern ist.  Ich teile mal in fünf Sparten auf:

  1. Eine globale Marke mit grossen Stückzahlen, hohem Anspruch an Qualität und Image arbeitet mit Distributoren oder eigenen Niederlassungen, einem Aussendienst und dem Fachhandel. ( zB. Trek, Cannondale ) Qualität, Service und Preise sind hier eher hoch.

  2. Eine nationale Marke mit kleineren Stückzahlen arbeitet mit einem Aussendienst und dem Fachhandel. ( zB. Tour de Suisse, Cresta ) Qualität, Service und Preise sind hier eher hoch.

  3. Eine „Warenhaus“ Marke arbeitet mit einer eigenen Vertriebsstruktur und eher tiefen Margenrechnungen. Das Image wird vom Warenhaus bestimmt. ( zB. Migros, Jumbo ) Preise sind hier tief, Qualität und Service kann sehr unterschiedlich sein.

  4. Ein nationaler Direktvertreiber arbeitet mit kleinen Stückzahlen und möglichst schlanken Strukturen. ( simpel.ch, Stöckli, Thömus ). Preis ist hier eher tief, die Qualität und der Service eher hoch.

  5. Ein globaler Direktvertreiber arbeitet mit grossen Stückzahlen und möglichst schlanken Strukturen. Der Preis ist hier sehr tief, Qualität oftmals gut aber der Service kaum vorhanden.

 

Meine Gedanken dazu:
Eine nationale Marke und eine internationale Marke unterscheiden sich wohl am ehesten darin, dass die nationale Marke gezielter für den heimischen Markt produzieren kann. Die internationale Marke hat aber durch höhere Volumen mehr Ressourcen für Imagepflege und Preisoptimierungen.

Daneben stehen schon lange die Grossverteiler welche mit eigenen Marken und immer mehr auch mit globalen Marken im eher unteren Preissegment grosse Stückzahlen absetzen können.

Nationale Direktverteiber im Qualitäts-Segment gab es schon immer. Dem Internet ist es aber zu verdanken, dass diese eher an Bedeutung gewinnen und aber auch, zusammen mit allen Anbietern,  vermehrt durch globale Konkurrenz unter Druck gesetzt werden.

Wo sind die grossen Unterschiede? Wie kann man feststellen mit welchen Methoden eine Marke arbeitet? Der Preis eines Velos wird meiner Meinung nach bestimmt durch:

  • Funktionalität / Innovation
  • Qualität
  • Stückzahlen der Marke
  • Stückzahlen des Anbieters
  • Image / Werbung
  • Service beim Kauf
  • Service nach dem Kauf
Wie kann es nun aber kommen, dass ein Velo einer internationalen Marke beim Velohändler nun im Extremfall fast doppelt so viel kostet wie bei einem internationalen Direktvertreiber? Die Unterschiede können nur beim Vertrieb und allenfalls bei der Aktualität des Produktes gefunden werden. Der „Umweg“ über den Distributor und den Fachhändler kostet also einiges.

Jeder Velohändler erhält beim Ankauf eines Velos eine bestimmte Marge. Dafür sorgt er für die Zwischenfinanzierung und Endmontage des Velos und er bietet den Kunden Beratung und Service beim Kauf und im idealen Fall auch nach dem Kauf. Egal ob die Beratung fünf Minuten oder Stunden dauert; egal ob ein Velo 1000 oder 5000 kostet, die Marge bleibt proportional immer gleich. Egal ob ein Händler gut beratet oder ob er „nur“ sein Lager gezielt abverkaufen will, egal ob der Service nach dem Kauf perfekt sein wird oder nicht, die Marge bleibt gleich und für die Käufer nicht transparent.

Ein Velohändler der ein Kindervelo für CHF 600.00 verkauft und dafür eine Stunde Beratung investiert verdient am Ende fast nichts. Verkauft er in der gleichen Zeit ein Rennvelo für CHF 6000.00 bleibt ungleich mehr in der Kasse. In diesem Fall auch mal über 35% des Gesamtpreises aber sicher mindestens CHF 2000.00. Toll für die Kunden mit dem Kindervelo, eher unerfreulich für den Kunden mit dem Rennvelo.
 
Wie ist es in anderen Branchen? Amazon bietet mir mehr Informationen zu Büchern als jeder Buchhändler und deutlich attraktivere Preise. Dafür fehlt das Flair eines Buchladens und das gute Gefühl einen Laden in der Region zu unterstützen. Einen Service „nach dem Kauf“ gibt es beim Buch nicht, darum fällt mein Entscheid oftmals zu Gunsten von Amazon aus. Es sei denn, ich will gezielt den Service beim Kauf eines Buches in Anspruch nehmen und ein Buch ( zB. Ein Kinderbuch mit Illustrationen ) vor Ort sehen. Dann bezahle ich das gerne und es würde mir nicht einfallen das Buch dann trotzdem bei Amazon zu kaufen.

Der Unterschied zum Velo liegt demzufolge also nur noch beim Service nach dem Kauf. Aus Sicht der Konsumenten wäre dann wohl folgende Ergänzung in der Velobranche ideal:

Man kauft ein Qualitätsvelo mit guter Beratung und Service online, ähnlich wie ein Buch bei Amazon.
Den Service nach dem Kauf nehme ich bei Bedarf regional in Anspruch und bezahle diesen auch entsprechend, aber erst dann wenn ich ihn wirklich brauche und mit voller Transparenz. Ich habe ja schliesslich beim Kauf nichts dafür bezahlt.

Fehlt nun also lediglich eine voll auf Service ausgerichtete Dienstleistung im Markt um den Markt massiv unter Druck zu setzen?

Daniel Leupi - Ein optimist in den Stadtrat von Zürich! Velo Politik.

geschrieben von phil | 17 Feb, 2010

Daniel Leupi kandidiert für den Zürcher Stadtrat. Er tut dies professionell und sympathisch und mit einem tollen Gefährt! 

Als Mitinhaber des Velobüro Olten und Geschäftsführer von slowUp vertritt er die Interessen einer aktiven Veloförderung. Als Vertreter der Grünen in Zürich vertritt er eine dauerhaft zukunftsfähige Entwicklung von Umwelt, Gesellschaft und Wirtschaft. 

Wer sich selber ein Bild machen will hat folgende Möglichkeiten: 

Die Website von Daniel Leupi besuchen
Auf Smartvote selber herausfinden welche Politiker sich mit den eigenen Vorstellungen am besten decken

Einen Artikel vom Magazin der zwar überhaupt nichts mit Velos und auch nicht direkt mit Daniel Leupi als Person zu tun hat möchte ich an dieser Stelle auch noch verlinken. Unter dem Titel "Die heimliche Macht des Geldes" werden Zusammenhänge von Politik und Geld sehr offen angesprochen. Nach der Lektüre macht man sich echt Gedanken wen man nun wählen will. Politiker mit echten Idealen und Visionen dürften der Macht des Geldes aber sicher weniger erlegen.

Daniel Leupi ist nicht der einzige "Velo-Politiker". Da gäbe es zum Beispiel auch noch Kurt Schär, Geschäftsleiter von Flyer und Gründungs- und Geschäftsleitungsmitglied der Grünliberalen des Kantons Bern und eine ganze Reihe weiterer aktiver Politiker mit einer starken Verbindung zum Velo. Auch Alt-Bundesrat Kaspar Villiger war ja in der Velobranche.. Jetzt fehlt uns nur noch das Budget einer Autolobby! 

 

Shimano Alfine 11 Gang Nabenschaltung - Fahrbericht

geschrieben von phil | 7 Feb, 2010

Nach dem enormen Interesse an mehr Infos oder sogar einem Shimano Alfine 11-Gang Test möchte ich mal versuchen meine Eindrücke einer ersten kurzen Testfahrt und weitere Infos zusammenzufassen.

Mein erster Beitrag zur Alfine 11-Gang ist hier erschienen

Ich hatte an einer Shimano OEM ( Erstausrüster ) Präsentation in der Schweiz die Möglichkeit ein Rad mit der Shimano Alfine 11-Gang zu fahren. Optisch unterscheidet sich die Nabe nicht stark von der alten Alfine. Das Finish ist silber poliert; wird aber auch in Piano Black verfügbar sein.

Der Schaltvorgang wirkte noch etwas technischer als bei der alten Alfine. Nicht ganz so grob wie bei einer Sram iMotion 9, aber auch (noch) nicht so butterweich wie die Alfine 8-Gang. Die Ansteuerung der Nabe ist oben (siehe Bild) und wenn ich mich richtig erinnere schaltet man exakt umgekehrt zum 8-Gang Getriebe. Also kleinere Gänge auf Zug ( Drücken mit dem Daumen ). 

Der Rapidfire Schalthebel lässt im Gegensatz zum alten Schalter das Schalten von bis zu drei Gängen zu, denn in die Entwicklung flossen die neuesten Schalthebel-Technologien ein: Instant Release für schnelle und direkte Gangwechsel, Multi Release, das die Möglichkeit bietet, mehrere Gänge mit nur einer Hebelbewegung zu schalten. Und nicht zuletzt 2-Way Release – die Technologie, bei der der Auslösehebel sowohl durch Drücken als auch durch Ziehen bedient werden kann.

Shimano 11-Gang Nabenschaltung

Die Dimensionen ( Position des Ritzels etc ) soll identisch sein mit der Alfine 8-Gang. Das heisst, dass zum Beispiel ein Hebie Chainglider exakt passen sollte. Ob die existierenden Gates Carbon Drive Komponenten 1:1 verwendet werden können kann ich noch nicht bestätigen, eine möglichst rasche Freigabe ist aber gemäss Shimano klares Ziel. 

Die Abstände zwischen den einzelnen Gängen machen einen sehr guten Eindruck. Es sollen 2 x 17 und 8 x 13 Prozent sein.

Über den Wirkungsgrad kann ich nichts sagen. Es gibt Diskussionen, dass ein schrägverzahntes Getriebe einen leicht kleineren Wirkungsgrad hat als ein "normales" ohne Schrägverzahnung. Auch ein Ölbad hat theoretisch etwas mehr Widerstand zur Folge. Nach 5 Jahren Entwicklung bei Shimano bin ich aber überzeugt, dass die Nabe sehr effizient sein wird und durch das Ölbad langfristig auf sehr hohem Niveau arbeiten wird.

Preislich schätze ich mal, dass die neue Nabe an einem neuen Fahrrad ca. CHF 200.00 bis 250.00 ( 150 Euro ) mehr kosten wird als die Alfine 8-Gang. Das ist aber reine Spekulation und basiert auf keinen offiziellen Preisen!

Verfügbarkeit in Japan soll schon August 2010 sein, also in Europa ab September / Oktober 2010, pünktlich auf die Eurobike. 

Mehr Fragen oder Bemerkungen? Kommentare sehr erwünscht!

Das erste simpel.ch Velo mit 11-Gang Shimano Alfine Nabenschaltung ( Nachtrag 07.09.2010 )  

Infos zur neuen Shimano Alfine 11-Gang Nabe

geschrieben von phil | 3 Feb, 2010

11 Gänge, 409% Entfaltung, 1600 Gramm Gewicht, ein komplett neues schrägverzahntes Getriebesystem im Ölbad. Diese Fakten sorgen zur Zeit in der Fahrradbranche für Aufregung. Denn dies sind die Eckdaten der neuen Shimano Alfine 11-Gang Nabenschaltung die bereits ab diesem Herbst auf den Markt kommen soll und soeben angekündigt worden ist.

Shimano Alfine 11-Gang Nabe

Der Übersetzungsbereich wird dadurch im Vergleich zur Shimano 8-Gang Alfine Nabe um 33% vergrössert, was gerade für die Schweizer Topografie von Bedeutung ist. Allerdings bleibt der Übersetzungsbereich kleiner als mit zwei Kettenblättern vorne. Aber selbstverständlich liesse sich auch diese Nabe mit zwei Kettenblättern kombinieren was dann aber mit 601% Übersetzungsbereich fast zu extrem wäre. 

Wichtiger scheint mir aber, dass die neue Nabe auch sonst sportlicher als das Standardgetriebe wird. Ein schrägverzahntes Getriebe läuft leichter und erlaubt bessere Gangwechsel. Das Ölbad sorgt nochmals für einen ruhigeren Lauf und für eine längere Lebensdauer. Für Alltagsfahrer dürfte das die lange ersehnte Alternative zu Rohloff sein. Da ist lediglich schade, dass nur eine Version für Scheibenbremsen angekündigt ist und keine Rollenbremsen-Version. 

Sehr spannend dürfte diese Nabe natürlich auch für Elektrovelos sein. Vorallem E-Bikes mit einem Mittelmotor wie dem Panasonic ( von Flyer verbaut ) werden von dieser Nabe enorm profitieren. 

Auch für den Zahnriemen Antrieb bedeutet die Nabe gute Neuigkeiten, denn ein Fahrrad mit Gates Antrieb und einer hochwertigen 11-Gang Nabe dürfte für viele Konsumenten sehr spannend sein.

Als Konsument darf man sich nun zurücklehnen und gespannt sein was sich die Velo Hersteller in Verbindung mit dieser Nabe einfallen lassen. Als Velo Hersteller selber ist man nun gefordert die Nabe zuerst einmal kritisch zu prüfen und dann den richtigen Einsatzbereich zu finden. 

Dass sich die Nabe preislich bedeutend über der normalen 8-Gang Naben bewegen wird ist auf Grund der verwendeten Technologien bereits jetzt klar. Der Preis wird aber auch klar unter dem Preis einer Rohloff Nabe liegen und damit eine wichtige Lücke schliessen. Da bin ich mal gespannt auf die Probefahrt morgen... 

Was ich aber schon jetzt sagen kann: simpel.ch wird wohl in der Schweiz einer der ersten Anbieter von Fahrädern mit dieser Alfine 11-Gang Nabenschaltung sein. Und mit grösster Wahrscheinlichkeit der erste Anbieter der diese Alfine Nabe mit dem Gates Carbon Drive Zahnriemen kombiniert. Auch mit einem E-Bike? Wer weiss. Updates auf diesem Blog oder sobald die Zeit reif ist auch auf simpel.ch.

Mehr Infos zur Alfine 11-Gang nun hier ( Nachtrag 07.02.2010 )

Das erste simpel.ch Velo mit 11-Gang Shimano Alfine Nabenschaltung ( Nachtrag 07.09.2010 ) 

NoTubes Radsätze und Zubehör

geschrieben von phil | 3 Feb, 2010

Vor einiger Zeit habe ich schon vom NoTubes System geschwärmt. Der Beitrag dazu wurde auch viel beachtet. Letzten Herbst war ich vier Tage intensiv mit einer Biker Gruppe im Engadin unterwegs und war der einzige Fahrer ohne Plattfuss ( Snakebite ). Auch bei Transalpes, wo das System als Standard bei allen Bikes montiert wird, sind die Kunden begeistert von dem System. Die Vorteile bezüglich Gewicht, Leichtlaufeigenschaften und Pannensicherheit sind so massiv, dass das System auch von vielen Weltcup-Fahrern und Schweizer Elitefahrern eingesetzt wird. 

Das hat uns bewogen das NoTubes Sortiment im Velomarkt.ch Online Shop anzubieten. Wir sind sogar einen Schritt weiter gegangen und bieten komplette NoTubes Laufräder mit komplett überarbeiteten NoTubes Felgen und Notubes- oder DT Swiss Naben an. Diese Radsätze werden in der Schweiz sorgfältig von Hand eingespeicht und sind leichter als die meisten kompletten Laufradsätze auf dem Markt! Die leichteste Serien-Variante wiegt gerade mal 1340g. Auch preislich sind diese Radsätze attraktiv, auch wenn sie natürlich eher im High End Bereich angesiedelt sind. Auf Wunsch können bei Transalpes im Online Laufrad Konfigurator auch noch leichtere Custom Radsätze gebaut werden. Dort sind auch andere Naben und weisse Felgen verfügbar.. 

NoTubes Custom Laufradsatz

Weitere Infos sind bei Transalpes auf der Website zu finden oder in den Produktbeschreibungen von velomarkt. Bei konkreten Anfragen ist Stefan Gruber von Transalpes der absolute NoTubes Spezialist. Er ist unter 044 500 56 00 bei Transalpes direkt erreichbar. 

Neu gibt's nihola Family Transportvelos bei Simpel

geschrieben von phil | 31 Jan, 2010

Ab sofort sind die nihola Familen Transportvelos bei Simpel erhältlich. Nachdem ich ( und vorallem meine Familie! ) sich seit letztem Sommer von den Fahreigenschaften, der Qualität und dem echten Mehrwert dieser Familienkutsche überzeugen konnten, freue ich mich riesig diesen Vertrieb aufbauen zu können. Zur Zeit sind die Infos auf der simpel.net Website zu finden: nihola Familen Transportvelos

 

niholaBereits rollen die ersten unserer Kunden mit einem nihola über Schweizer Strassen. Ab diesem März sollte bei Bern Rollt und auch bei Zürich Rollt ein nihola zum Einsatz kommen. Eine tolle Möglichkeit für Probefahrten. Ich kann mir allerdings vorstellen, dass die niholas dort sehr beliebt sein werden und bald im Dauereinsatz stehen.

Im simpel.ch Testcenter steht auch ein nihola, dort dürfte die Verfügbarkeit am besten sein. Ausserdem zeigen wir das nihola bereits an der Twoo Messe in Basel und sicher auch an den Bike Days in Solothurn.

Ich freue mich schon darauf wenn ich die ersten niholas unterwegs sehe! Dass sie irgendwann einmal das Stadtbild so prägen wie in Kopenhagen (tolle Bilder dazu hier) darf ich wohl kaum hoffen. Aber wenn nur schon ein paar dieser coolen Transportvelos in der Schweiz unterwegs sind, dann bin ich happy. 

Die Kinder bei der Fahrt so sehen zu können macht einfach Spass: 

 nihola - die Kinder aus Sicht des Fahrers

Und wenn unsere Kids wählen können ob sie in den Kinderanhänger oder das nihola wollen ist klar: nihola Papi! 

Velomechaniker gesucht!

geschrieben von phil | 6 Jan, 2010

Bei Simpel suchen wir zur Zeit dringend einen Velomechaniker oder eine Velomechanikerin. Irgendwie scheint es recht schwierig zu sein ausgebildete MechanikerInnen zu finden. Es ist auch gut möglich, dass wir einer Person mit grossem Interesse an Velos und gutem handwerklichem Geschick ohne Velomech-Ausbildung eine Chance geben!

Cool an dieser Stelle ist, dass man zu normalen Büro-Öffnungszeiten arbeitet und nicht zu Laden-Öffnungszeiten. Gerade ein Mechaniker der aktiv Rennen fährt hat hier grosse Vorteile im Vergleich zu einem Job in einem Bike Geschäft wo auch am Samstag gearbeitet werden muss. 

Die Velomechaniker Stelle ist hier ausgeschrieben

Um Mithilfe bei der Suche oder einen Hinweis an potentielle BewerberInnen bin ich dankbar!

 

Einrad fahren! Ein Tipp für Väter.

geschrieben von phil | 29 Dez, 2009

Dass ich meinen Kids das Velofahren so früh wie möglich zeigen will versteht sich ja irgendwie von selber. Ganz cool finde ich dafür den Rutscher von Puky. Unsere 15 Monate alte Tochter kurvt damit schon auf dem Pausenplatz rum:

Der Puky Rutscher im Einsatz!

Danach ein Laufrad und dann gehts schon auf ein richtiges Kindervelo! Ich kann's kaum erwarten bis auch kleinere Ausfahrten möglich sind. 

Bis dahin werde ich wohl aber noch einige Zeit auf dem Pausenplatz neben unserem Haus verbringen. Und so spannend es auch ist meinen Kids beim Spielen zuzusehen, so sehr will ich mich auch selber aktiv bewegen! Aber wie? Mit dem Bike ein wenig Trial Sachen üben ist die eine Möglichkeit. Aber da ist eine Interaktion mit den Kindern schwierig.

Meine Lösung: Ich lerne das Einradfahren! Damit sehen die Kinder, dass auch Papi mal was lernen muss. Ausserdem ist die Geschwindigkeit mit einem Einrad gut an die Geschwindigkeit eines Laufrades angepasst. Besonderen Spass hat mein Sohn an den Rennen von Torpfosten zu Torpfosten auf dem Pausenplatz.

Als Einrad habe ich mir ein stabiles QU-AX Muni Einrad mit 20 Zoll Rädern gekauft. Für nächstes Jahr ( bald bald bald!! ) leiste ich mir dann wohl noch ein Schlumpf Einrad mit Getriebeschaltung. Wenn man die erste Unsicherheit auf dem Einrad verliert dann macht es wirklich enorm Spass! Gleichzeitig ist es gut für die Muskulatur und das Gleichgewicht. Und die Kinder freuen sich mit. Eine echte Empfehlung an alle Väter! Und natürlich auch an alle Mamis... 

 

The Copenhagen Wheel - Ein potentieller Durchbruch?

geschrieben von phil | 27 Dez, 2009

Wenn das MIT ( Massachusetts Institute of Technology ) hinter einer Entwicklug steht, dann heisst das in der Regel, dass neuste Technologien zu einem überraschend innovativen Endprodukt zusammengefunden haben.

Wenn nun in Kopenhaben im Rahmen des UN - Klimagipfels ein neues Rad vom MIT präsentiert wird, dann lohnt es sich genauer hinzusehen. Und weil alle so gerne YouTube Filmchen schauen hier gleich der Film  zum Thema: 

Zusammengefasst: 

Ein Hinterrad mit regenerativem Elektromotor und intergriertem Akku. Keine Kabel, keine externen Teile. Alles hübsch versorgt und nachrüstbar. Es kann aber auch noch wesentlich mehr: Die im Rad eingebauten Sensoren messen nämlich Tretleistung, Kalorienverbrauch und ähnliche Daten und erfassen zudem Umweltdaten. So werden die Luftanteile des Kohlenmonoxids und der Stickstoffoxide, Umgebungslärm, Temperatur sowie die relative Feuchtigkeit gemessen. Kommunikation via Bluetooth mit dem iPhone.

 

Hübsch? Naja. 

Innovativ? Ja, aber nicht wirlich in Bezug auf den Antrieb. Ein regenerativer Antrieb im Hinterrad ist sicher keine schlechte Sache. Ob die zusätzlich gewonnene Kraft wirklich relevant ist möchte ich aber bezweifeln. Bei Bionx wird das Thema mehr zu Marketing-Zwecken eingesetzt als dass es wirklich sehr viel bringen würde. 

Nachrüstbar? Ok, nicht schlecht. In einer Übergangsphase kann das von Vorteil sein. Das Verschwinden der Kabel ist sicher ein grosser Vorteil. In den nächsten fünf Jahren wird sich aber wohl so viel verändern, dass dieses Thema nicht mehr relevant ist. Ein Elektro-Antrieb wird meiner Meinung nach eine Option sein wie eine Federgabel. Elektrovelos wie sie jetzt auf dem Markt sind vermischen sich mit normalen Velos, der Antrieb ist eine Frage der Komponentenwahl und nicht mehr der Velomarke. 

Wo ist nun aber die Innovation? Das Hinterrad hat nicht nur einen Motor, sondern auch eine Kommunikationseinheit. Via Bluetooth kann zum Beispiel das iPhone so mit dem Fahrrad kommunizieren. Sind Smartphone und Velo einmal ein "Päärchen" dann kann das Velo so geschlossen, verfolgt und gesteuert werden. Ein Ausbau auf ein Leihvelo System ist gut denkbar, Abokosten und eine Integration in den "Leihvelo Grid" der aktuellen Stadt sind problemlos möglich. 

Bei "smarten" Velos liegt meiner Meinung nach enormes Potential. Wenn in zwei Jahren Shimano mit einem Elektroantrieb kommt wird sich dieser Markt nochmals stark verändern und wohl relativ bald konsolidieren. Ein "smartes" Velo wird aber auch Shimano nicht innert zwei Jahren auf den Markt bringen. Hier zeigt das MIT auf was möglich ist. Wenn diese Innovation über die Politik forciert wird und von Städten gefördert wird, dann könnten wir sehr bald mit dieser Technologie durch die Städte cruisen. Die Trennung zwischen dem privaten Stahlesel und dem smarten Leihvelo würde dann Wirklichkeit.

Die Gewinner eines Wettbewerbs für ein neues Leihvelosystem in Kopenhagen schlagen denn auch bereits eine starke Integration von Smartphones vor. Auch das Leihvelo System in Lausanne hat eine iPhone App mit welcher die Verfügbarkeit der Leihvelos live abgefragt werden kann. Ich bin gespannt was hier alles noch kommt!

Neuer velomarkt.ch Online Shop mit Product Rotator

geschrieben von phil | 2 Dez, 2009

Nach viel Designarbeit und Produkt-Sortiererei ist nun eine völlig überarbeitete Version des velomarkt.ch Online Shops online:

Velomarkt.ch Online Bike Shop

Spass habe ich vorallem auch am Produkt Rotator auf der Homepage. So schön hat man Velozubehör noch selten drehen sehen.. :-) 

Die GoPro Hero HD Wide Helmkamera scheint für Weihnachten der Renner zu sein. Wir fangen diese Woche mit der Auslieferung an und kriegen täglich Bestellungen, ist ja auch ein wirklich hübsches Spielzeug! 

 

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