Heute ist in der Berner Zeitung im Bund "Geniessen" ein Artikel über "Fünf Tüftler und ihre Prototypen" und ein Artikel über "Zwei Velo-Hersteller und ihre Verkaufsmodelle" zu finden. (Der Artikel als PDF)
Der Anfang des Artikes über die Velo Hersteller ist ein Text zu simpel.ch, der auf einem kurzen Gespräch mit dem Schreibenden Mathias Born basiert:
"Als Philip Douglas mit dem Veloshop online ging, besetzte er bloss eine kleine Marktnische. Seit acht Jahren verkauft er mit seiner Firma Simpel nun bereits Velos übers Internet - direkt aus der Werkstatt in einem Zürcher Dorf heraus, ohne den «Umweg» über einen Händler. Jahr für Jahr ist seine Nische etwas breiter geworden: Pro Jahr liefert Simpel schon 3000 Velos aus. Derzeit beschäftigt Douglas 13 Mitarbeiter - und ist damit zum grössten Arbeitgeber im Dorf geworden.
Das Geschäftsmodell habe viele Vorteile, sagt Philip Douglas: «Wir haben einen direkten Kontakt zu den Kunden. Von ihnen erhalten wir Anregungen, die wir in neue Produkte einfliessen lassen.» Zudem könne Simpel wegen des einfachen Vertriebsmodells rasch auf Neuigkeiten reagieren. Und: «Unsere Velos sind 20 Prozent günstiger als vergleichbare Konkurrenzprodukte.» Ein Discount-Hersteller sei Simpel aber nicht: «Der Direktverkauf verpflichtet uns zu einer hohen Qualität», sagt Douglas. Um Retouren zu vermeiden, lege die Firma Wert auf gute und wartungsarme Komponenten. Deshalb werden etwa Nabenschaltungen und Scheibenbremsen verbaut, Kabel in den Rahmen eingezogen sowie robuste Lichtanlagen montiert.
«Am Anfang wurden wir gar nicht wahrgenommen», erzählt Philip Douglas. «Später wurden wir belächelt. Heute werden wir sehr ernst genommen und teils überschätzt.» Er mache sich aber nichts vor: «Simpel ist nach wie vor in einer Marktnische tätig.»" (Quelle BZ)
Etwas frustriert hat mich dann der erste Absatz mit dem Bericht über Thömus:
Thomas Binggeli, Gründer von Thömus, steht dem Veloverkauf per Internet kritisch gegenüber. «Die Menschen haben unterschiedliche Voraussetzungen und Proportionen», argumentiert er. Vor dem Kauf brauche es eine ausführliche Beratung und genaue Messungen. «Es ist unmöglich, übers Netz ein auf den Kunden massgeschneidertes Velo zu verkaufen.» (Quelle BZ)
Meiner Meinung nach eine klare Verallgemeinerung. Wenn Thömu hier von Rennvelos reden würde kann ich ihm gerne zustimmen. Bei einem Citybike oder komfortablen Tourenvelo zeigt meine Erfahrung etwas ganz anderes. Hier spielen die Masse des Rahmen eine untergeordnete Rolle, nicht wie bei einem Sportgerät. Für mich tönt das etwas komisch, ich weiss dass mein Konzept bei Thömus gut bekannt und auch respektiert ist. Eine gewisse Differenzierung hätte ich da schon erwartet. Ob auf dem Bauernhof beim Rampenverkauf dann alle Kunden vermessen werden ist die andere Frage. Seinen eigenen Online Shop, wo sämtliche Bikes zum Verkauf stehen, disqualifiziert er damit auch gleich selber.
Auf der anderen Seite ist es schön zu wissen, dass der Verfasser des Artikels gemäss seinem eigenen Blog dann bei uns an der BEA ein Velo probegefahren hat und unterdessen auch bestellt. In der engeren Auswahl stand auch ein Thömus Bike.
Fazit: Ich finde den Artikel in der BZ toll und freue mich über die Aufmerksamkeit die es uns sicher bringen wird. Die Aussage von Thömu nehme ich sicher nicht auf uns gemünzt, ich glaube es ist einfach etwas unglücklich, dass die Aussage gerade so platziert ist. Ich finde der Thömu macht eine gute Sache und ist ein genialer PR-Mann. Hub ab und schöne Pfingsten allerseits!